Marktdebüt

Neue Hotelmarke Likestay startet in Baden-Baden

Gründer von Likestay
Das Gründerteam von Likestay will Erfahrungen aus Hotelbetrieb, Digitalisierung, Vertrieb und Privathotellerie vereinen. (Foto: © Likestay)
Drei Hospitality-Unternehmer wollen Digitalisierung, schlanke Prozesse und ein fokussiertes Übernachtungsangebot verbinden. Als erstes Projekt soll das traditionsreiche Batschari Palais mit rund 70 Zimmern neu positioniert werden.
Mittwoch, 15.07.2026, 09:47 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Mit Likestay tritt eine neue Hotelmarke an den deutschen Markt. Gegründet wurde das Unternehmen von Max C. Luscher, Constantin Rehberg und Andreas Brennfleck. Das Konzept verbindet ein digitales Betriebsmodell mit fokussierten Dienstleistungen und einem nach eigenen Angaben verlässlichen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Als erstes Haus übernimmt die Gruppe das Batschari Palais in Baden-Baden. Das bisherige Suiten-Hotel soll unter dem Namen „Likestay Premium Baden-Baden“ mit rund 70 Zimmern neu positioniert werden.

Drei Gründer mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die drei Gründer bringen Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen der Hotellerie mit. Max C. Luscher war Deutschlandchef von B&B Hotels und verfügt über Erfahrung in der Entwicklung und Skalierung von Hotelkonzepten.

Constantin Rehberg war unter anderem in führenden Positionen bei A&O, Prizotels, Stayery und Lively tätig. Bei Likestay verantwortet er insbesondere die Bereiche Digitalisierung, E-Commerce und IT-Strategie.

Andreas Brennfleck ist geschäftsführender Gesellschafter der Libertas Hotels und bringt die Perspektive sowie das unternehmerische Know-how der inhabergeführten Privathotellerie ein.

Auf Augenhöhe sprechen können, voneinander lernen und bei der Arbeit Spaß haben – das ist für mich kein weicher Faktor, sondern Voraussetzung für gute Ergebnisse“, sagt Max C. Luscher. Der Mitgründer ergänzt: „Wir haben drei sehr verschiedene Hintergründe – und genau das ist die Stärke von Likestay. Wir denken das Hotel von drei Seiten: Digitalisierung, Betrieb und wirtschaftlicher Erfolg.

Fokus auf Übernachtung und digitale Prozesse

Das Markenversprechen von Likestay lautet: „Einfach gut übernachten.“ Das Angebot soll sich nach Angaben des Unternehmens auf die wesentlichen Leistungen eines Hotelaufenthalts konzentrieren. Dazu gehören moderne und gepflegte Zimmer mit einer hohen Schlafqualität, eine digitale Guest Journey von der Buchung über den mobilen Check-in bis zum Check-out sowie eine Kaffeemaschine und kostenloses Wasser auf dem Zimmer.

Das zentralisierte Revenue Management soll auf die Optimierung von Auslastung und Raten ausgerichtet werden. Zum eingesetzten Tech Stack gehören unter anderem das Property-Management-System Apaleo und die Revenue-Management-Lösung Duetto. Der Personaleinsatz soll durch einen Remote-Guest-Service gering gehalten werden.

Auf Obstkörbe, umfangreiche Amenities und nicht skalierbare F&B-Konzepte verzichtet die Marke nach eigenen Angaben bewusst. Im Mittelpunkt sollen Verlässlichkeit, Sauberkeit und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis stehen. Die Häuser sind außerdem als Referenzobjekte für die eingesetzten Technologiepartner vorgesehen. Anbieter wie Duetto sollen die Hotels gemeinsam mit ihren Kunden als Showcase nutzen können.

Batschari Palais wird umgestaltet

Das traditionsreiche Batschari Palais wird für die neue Nutzung umgebaut. Größere Einheiten sollen aufgeteilt werden, sodass zusätzliche Einzel- und Doppelzimmer entstehen. Über Verbindungstüren sollen sich die Einheiten flexibel zu Familienzimmern oder Suiten kombinieren lassen.

Zudem soll der digitale Vertriebsstack modernisiert und auf automatisiertes Upselling ausgerichtet werden. „Baden-Baden ist ein idealer Startpunkt: eine etablierte Destination, ein Haus mit Geschichte – und enormes Potenzial durch konsequente Digitalisierung und klares Produktprofil“, sagt Andreas Brennfleck.

Ein Schwerpunkt liegt auf einem Upselling-Modell für Geschäftsreisende. Bucht ein Gast zunächst eine Standardkategorie und bezieht später eine höherwertige Kategorie, soll auf der Rechnung weiterhin die ursprünglich gebuchte Zimmerklasse erscheinen. Dies soll Geschäftsreisenden und deren Reisestellen Planungssicherheit bieten.

Ein bis zwei neue Häuser pro Jahr geplant

Likestay verfolgt nach eigenen Angaben eine selektive Wachstumsstrategie. „Wenn im Jahr ein bis zwei Hotels dazukommen, sind wir zufrieden“, sagt Max C. Luscher. Im Mittelpunkt stehen Bestandsobjekte, deren Eigentümer nach einem neuen Betreiber suchen. Mehrere Immobilien werden derzeit geprüft.

Die Markenarchitektur umfasst drei Kategorien:

  1. Likestay Budget für preissensible Standorte
  2. Likestay für Hotels im Midscale-Segment
  3. Likestay Premium für Objekte mit einem höheren Qualitätsanspruch

Das Konzept ist als Franchise-Modell mit niedrigen Investitionskosten und einem hohen Digitalisierungsgrad geplant. Constantin Rehberg sagt: „Die Konsolidierung im Markt eröffnet Chancen für vertrauenswürdige Betreiber. Wir bringen die Praxiserfahrung, die Technologie und den Mut, Dinge anders zu machen.“

(Likestay/ SAHO)

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