Verkauf

Park Hotel Maximilian aus Insolvenz übernommen

Nur etwa sechs Wochen nach einem Insolvenzantrag wurden die Vermögenswerte des Park Hotels Maximilian verkauft. Damit ist der Fortbestand des Hotels in Regensburg gesichert.

Dienstag, 06.12.2022, 14:05 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Park Hotel Maximilian

Das Park Hotel Maximilian wurde an die Hotusa Group aus Spanien verkauft. (Foto: © picture alliance / imageBROKER | Martin Siepmann)

Dr. Michael Burkert, Insolvenzverwalter von Ammax, Betreibergesellschaft des traditionsreichen Eurostars Park Hotel Maximilian in Regensburg, hat die Vermögenswerte der GmbH an die Hotusa Group aus Spanien verkauft. Die Übernahme ist noch für Anfang Dezember dieses Jahres geplant. Einen entsprechenden Kaufvertrag haben beide Seiten unterschrieben, über Details wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Hotusa Group, Inhaber der international aktiven Hotelkette Eurostars, übernimmt den Geschäftsbetrieb des Hotels mit allen Beschäftigten. Der Verkauf steht noch unter dem üblichen Vorbehalt der zuständigen Gremien.

Hotusa machte das beste Angebot

Laut Insolvenzverwalter Burkert fand der Verkaufsprozess unter herausfordernden Bedingungen statt, da die Immobilie des Maximilian Hotels gepachtet ist und der Vertrag bereits in etwa drei Jahren ausläuft. „Trotzdem ist es uns gelungen, mehrere Interessenten zu Gesprächen an den Tisch zu bekommen und dann auch mehrere Angebote zu erhalten“, sagt Rechtsanwalt Burkert. Das beste Angebot für alle Beteiligten machte dabei die Hotusa Group.

Hotusa hatte nach Einschätzung von Burkert den Vorteil, dass sie als Gesellschafter der bisherigen Betreibergesellschaft Ammax die Verhältnisse und Abläufe vor Ort genau kennt und entsprechend wenig Anfangsinvestitionen tätigen muss. „Davon profitieren sowohl die Beschäftigten des Hotels als auch die Gläubiger der Betreibergesellschaft. Es ist eine klassische Win-win-Situation“, sagt Burkert.

Auch deshalb, weil der Verkauf gerade mal sechs Wochen nach Insolvenzantrag vollzogen wurde. „Das schafft schnell Klarheit für alle Seiten und beseitigt Unsicherheiten, gerade auch bei den Beschäftigten“, ist Burkert froh über die schnelle Einigung.

Klage verloren

Der Insolvenzantrag der Betreibergesellschaft Ammax war notwendig geworden, nachdem die GmbH in erster Instanz eine Klage verloren hat. Diese hat der Verpächter einer weiteren Hotelimmobilie der Gesellschaft in München eingereicht, nachdem Ammax dieses Hotel coronabedingt schließen musste, dadurch keine Einnahmen hatte und deshalb keine Pacht mehr gezahlt hat.

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