Konflikt

Profitieren Hotels vom Lufthansa-Streik?

Zwei Frauen vor blauer Flugtafel
Pilotenstreik bei der Lufthansa (© dpa)
Seit Mittwoch streiken die Piloten der Lufthansa. Die Gewerkschaft Cockpit bleibt kompromisslos bei ihren Gehaltsforderungen. Für gestrandete Kunden hat die Lufthansa im Rhein-Main-Gebiet sowie in München vorsorglich fast 4.000 Zimmer reserviert.
Sonntag, 27.11.2016, 09:13 Uhr, Autor: Markus Jergler

Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gastronomieverbandes DEHOGA-Hessen, Julius Wagner, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Umsätze, die hier generiert werden, sind allerdings kein Grund zum Jubeln. Uns wäre es lieber, der Ausstand fände nicht statt.“ Genau Zahlen zu den Hotelbuchungen der Lufthansa liegen leider nicht vor. Es habe aber in der Vergangenheit bereits Reservierungen während Pilotenstreiks gegeben – vor allem in Flughafennähe und in der Innenstadt. Einen steigenden Umsatz bei Restaurants und Hotels durch die gestrandeten Fluggäste hält Wagner jedoch für unwahrscheinlich. „Die Zahl der Reisenden, die wegen des Streiks nicht kommen können und derer, die hier feststecken, dürfte sich in etwa die Waage halten.“

Wer auf jeden Fall finanzielle Auswirkungen spüren dürfte, ist die Lufthansa selbst. Bereits nach den ersten beiden Streiktagen belaufe sich der direkte Schaden für die Airline auf rund 20 Millionen Euro, so Harry Hohmeister, Lufthansa-Vorstand. (dpa/MJ)

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