Digitales Destinationsmarketing

Travel Creator: Wie Hotels und Gastronomie international profitieren

Junge Frau im Hotelzimmer mit Handy
Passen Kooperationspartner zueinander und können Angebote inhaltlich gut vom Content Creator vermittelt werden, haben Gastgeber die Chance ihre eigene Sichtbarkeit über internationale Reise-Communities zu erhöhen. (Foto: © PaeGAG/stock.adobe.com)
Mehr als sieben Millionen Social-Media-Impressionen hat ein internationales Creator-Event der Deutschen Zentrale für Tourismus diese Woche bereits erzielt. Für Hotels und gastronomische Betriebe zeigt das Format, welches Potenzial in digitalen Reisegeschichten steckt – und wie wichtig authentische Erlebnisse für die internationale Vermarktung werden.
Mittwoch, 21.10.2026, 08:27 Uhr, Autor: Karoline Giokas

Reiseinspiration entsteht zunehmend in sozialen Netzwerken. Wie sich diese Entwicklung für die Vermarktung touristischer Angebote nutzen lässt, zeigt der „GNTB Travel Creator Summit x Traverse 26“ in Hamburg. Vom 13. bis 18. Oktober 2026 brachte die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) gemeinsam mit der Hamburg Tourismus GmbH internationale Travel Creator und Content-Experten zusammen. Das vorläufige Ergebnis: mehr als 500 Social-Media-Beiträge und über sieben Millionen Impressionen. 

Insgesamt 160 internationale Content Creator aus mehr als 20 Ländern nahmen an dem Format teil. Fast 90 Prozent von ihnen besuchten Hamburg und die Metropolregion nach Angaben der DZT zum ersten Mal. Ziel war es, Deutschland als Reiseziel erlebbar zu machen und über die Kanäle der Teilnehmer international sichtbar zu präsentieren.

Authentische Erlebnisse statt klassischer Werbung

Das Programm verband Reiseerlebnisse in Hamburg, Lübeck, Schwerin und im Alten Land mit einer internationalen Konferenz, Workshops und Networking. Auch kulinarische Workshops mit lokalen Partnern gehörten dazu. So sollten die Teilnehmer Eindrücke sammeln, aus denen sie eigene Geschichten und Inhalte für ihre Communities entwickeln konnten. 

Für Hotels und Gastronomiebetriebe ist dieser Ansatz besonders interessant: Übernachtungserlebnisse, regionale Spezialitäten und persönliche Begegnungen können Teil einer Reisegeschichte werden, die potenzielle Gäste über klassische Werbeformate hinaus erreicht.

Dabei geht es nicht allein um die Zahl der Follower. Entscheidend ist auch, ob die Inhalte zur jeweiligen Zielgruppe passen, die Besonderheiten eines Betriebs authentisch vermitteln und Interesse an einem tatsächlichen Besuch wecken.

Social Media wird für die Reiseplanung wichtiger

Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, sieht soziale Plattformen als zunehmend wichtigen Ausgangspunkt für die Reiseplanung. Die während des Summits entstandenen Inhalte seien für das internationale Marketing der Hansestadt von Bedeutung, erklärte er in der Abschlussmeldung.

Auch die DZT setzt nach eigenen Angaben seit mehr als zehn Jahren auf Influencer-Marketing, um internationale Zielgruppen für Deutschland zu begeistern. Neben den bereits veröffentlichten Beiträgen erwartet die Organisation weitere Stories, Reels und Blogbeiträge aus dem Creator-Netzwerk. 

Für Gastgeber ergibt sich daraus eine mögliche Chance, die eigene Sichtbarkeit über internationale Reise-Communities zu erhöhen. Gerade Betriebe, deren Angebot eng mit einer Destination, regionaler Küche oder besonderen Erlebnissen verbunden ist, können von passenden Kooperationen profitieren.

Was Gastgeber aus dem Creator-Marketing mitnehmen können

Der Summit verdeutlicht, wie Destinationen Reiseerlebnisse und digitale Kommunikation miteinander verbinden. Für einzelne Hotels und Restaurants lässt sich daraus allerdings kein automatischer Reichweitenerfolg ableiten. Entscheidend sind die Auswahl passender Kooperationspartner und ein überzeugendes Angebot, das sich inhaltlich gut vermitteln lässt.

Wer mit Travel Creatorn zusammenarbeitet, sollte deshalb vorab klären, welche Zielgruppen erreicht werden sollen, welche Geschichten der Betrieb erzählen kann und woran sich der Erfolg messen lässt. Neben Impressionen und Interaktionen können beispielsweise Klicks auf die eigene Website, konkrete Anfragen oder Buchungen relevante Kennzahlen sein.

Die DZT will die internationale Sichtbarkeit des Reiselandes Deutschland durch die entstandenen Inhalte und die neu geknüpften Kontakte weiter ausbauen. Für Gastgeber bleibt die zentrale Frage, wie sie solche digitalen Impulse nutzen können, um ihre eigenen Angebote für internationale Gäste erlebbar zu machen.

(Deutsche Zentrale für Tourismus/KAGI)

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