Coronavirus

Erneut staatliche Unterstützung gefordert

Nahaufnahme von Euro-Geldscheinen, Fördermittel
Der DEHOGA Bayern verlangt von der Bundes- und Landesregierung finanzielle Fördermittel für das aufgrund des Coronavirus wirtschaftlich angeschlagene Gastgewerbe. (Foto: Stockfotos-MG/stock.adobe.com)
Der DEHOGA Bayern plädiert angesichts der wirtschaftlichen Schäden für das Gastgewerbe durch das Coronavirus für schnelle, unbürokratische Staatshilfen – und warnt vor „dauerhaften Folgeschäden“.
Mittwoch, 04.03.2020, 08:39 Uhr, Autor: Kristina Presser

Wie bereits einige Berufsverbände zuvor, meldet sich nun auch der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. zu Wort und plädiert für eine finanzielle Unterstützung von Hotellerie und Gastronomie angesichts der hohen Ausfälle durch das neuartige Coronavirus. Besonders gastgewerbliche Betriebe leiden unter den zahlreichen Stornierungen von Veranstaltungen und Hotelbuchungen. Der DEHOGA Bayern warnt dabei vor dauerhaften Folgeschäden für die Branche. „Nicht nur die Absage von Großveranstaltungen wie der Internationalen Handwerksmesse führt zu ausbleibenden Gästen sowie massenhaften Stornierungen“, berichtet Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern. Auch wenn sich der Schaden noch nicht seriös beziffern lässt, würden Rückmeldungen aus Betrieben zeigen, dass Hotelgesellschaften und Eventgastronomen Einbußen im hohen sechs- bis siebenstelligen Bereich zu verkraften hätten. „Leere Betten bedeuten dabei immer auch leere Restaurants, was schnell zu dauerhaften Folgeschäden für den Tourismus, Bayerns zweitwichtigste Leitökonomie, führen kann“, sagt Inselkammer, denn: „Der ohnehin stattfindende Prozess des Wirtshaussterbens wird aufgrund des Umsatzrückgangs erheblich beschleunigt werden und einmal geschlossene Betriebe werden ihre Türen für immer geschlossen haben.“

Daher fordert der DEHOGA Bayern nun ein umfassendes Maßnahmenpaket seitens der Bundes- und Landesregierung. Das soll unter anderem eine Änderung der Kurzarbeitergeldregelung beinhalten, die bis zum Ende der Pandemie gelten muss, die eine 100-prozentige Erstattung der Sozialabgaben sowie den Verzicht auf die Drittelregelung beinhaltet und nicht erst ab Antragstellung gilt, sondern ab dem Zeitpunkt des Arbeitsausfalls. Inselkammer: „Der Fokus sollte auf unbürokratischen und für klein- und mittelständische Betriebe leicht umsetzbaren Maßnahmen liegen. Wir dürfen bei den politischen Entscheidungen nicht nur ‚auf Sicht fahren‘. Deswegen benötigen wir sowohl schnell wirkende, effektive Liquiditätshilfen und Fördermaßnahmen, als auch endlich den reduzierten Umsatzsteuersatz für Essen, unabhängig davon, wo gekauft, wie zubereitet und wie gegessen. Letztere Maßnahme ist unerlässlich, um das Gastgewerbe strukturell in die Lage zu versetzen, derartige Krisen durchstehen zu können.“

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Musikantenfreundliches Wirtshaus
Wirtshauskultur
Wirtshauskultur

Dehoga Bayern stärkt musikantenfreundliche Wirtshäuser

Volksmusik, Tanz und bayerische Wirtshauskultur sollen wieder stärker in den Fokus rücken: Mit der Aktion „Musikantenfreundliches Wirtshaus“ zeichnet der Dehoga Bayern Gaststätten aus, die Raum für lebendige Traditionen schaffen. 
2. Vizepräsident DEHOGA Bayern Andreas Brunner, Geschäftsführerin DEHOGA Bundesverband Jana Schimke, Luca Paolo Scimia (Fachmann für Restaurants- und Veranstaltungsgastronomie), Annabell König (Köchin), Monja Sayer (Hotelfachfrau), DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer, DEHOGA Bayern-Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, Wettkampfleiter und Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses Hans Schneider
Auszeichnung
Auszeichnung

Bayerische Jugendmeister 2026 stehen fest

49 Nachwuchskräfte aus dem Gastgewerbe traten bei den Bayerischen Jugendmeisterschaften 2026 in der Münchner Allianz Arena gegeneinander an. Der Wettbewerb zeigte einmal mehr das hohe Ausbildungsniveau der Branche im Freistaat.
Gäste aus Hotellerie, Politik und dem DEHOGA Bayern
Zusammenschluss
Zusammenschluss

„Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“: Neue Hotelkooperation im Bayerischen Jura gestartet

Elf familiengeführte Hotels aus dem Bayerischen Jura haben sich zu einer neuen Kooperation zusammengeschlossen. Die Initiative „Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“ soll die Region als Destination für Natur, Erholung und Gastfreundschaft stärker positionieren.
John K. Tuwei, Director International Projects State Department TVET, Sebastian Groth, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kenia, Samuel Waititu, Chief Principal, The Kiambu National Polytechnic (KINAP), Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Catherine Karanja, Geschäftsführerin Berufsbildung und Fachkräftesicherung, Horst Bauernfeind, Projekt Manager, GIZ Kenia, künftige Auszubildende.
Kenia-Projekt
Kenia-Projekt

Talent Gateway stärkt Ausbildung im Gastgewerbe

Reem Alabali Radovan, die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat sich in Kenia über das Projekt Talent Gateway informiert. Die Initiative verknüpft Nachwuchskräfte mit Ausbildungsplätzen in Deutschland und soll perspektivisch ausgeweitet werden.
Arbeitsministerin Ulrike Scharf, Tourismusministerin Michaela Kaniber, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, „Dehoga Bayern“-Präsidentin Angela Inselkammer, Landesgeschäftsführer Dr. Thomas Geppert, Präsidiumsmitglied Ralf Barthelmes, Vizepräsident Thomas Förster, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie Michaela Schmitz-Guggenbichler, Vorsitzende des Fachbereichs Gastronomie
Verbandstreffen
Verbandstreffen

GastroFrühling 2026: Dehoga Bayern fordert Entlastungen für die Branche

Etwa 2.500 Gäste des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Bayern kamen beim GastroFrühling 2026 zusammen. Im Hippodrom-Festzelt auf der Münchner Theresienwiese standen vor allem Forderungen nach Entlastungen, weniger Bürokratie und besseren Rahmenbedingungen für die Branche im Mittelpunkt.
Vorsitzender Klaus Lebbeck, Adalbert Lutz, Landrat Andreas Danzer, Rudi Rechl, Petra Danner und Franz Pöschl
Jahreshauptversammlung
Jahreshauptversammlung

Große Wertschätzung für die Tourismusbranche

Ausbildung, politische Rahmenbedingungen und Wertschätzung für die Tourismusbranche standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der „Dehoga Bayern“-Kreisstelle Traunstein. Vertreter aus Politik und Tourismus hoben die zentrale Rolle der Branche für die Region hervor.
Ulrike Scharf, Angela Inselkammer neben Frau Staatsministerin und Oliver Baumbach
Veranstaltung
Veranstaltung

15. Bayerischer Ausbildungsbotschafter-Tag der Hotellerie und Gastronomie

Am 18. März 2026 fand in Nürnberg der diesjährige Ausbildungsbotschafter-Tag des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Bayern statt. Unter dem Motto „Ausbildung für ein erfolgreiches Leben – Verantwortung, die wirkt!“ ging es um Ideen, wie man Talente gewinnen, begleiten und langfristig binden kann – und das über kulturelle und generationelle Grenzen hinweg.
Vertreter der Fachgruppe Gastronomie
Gemeinsam Lösungen entwickeln
Gemeinsam Lösungen entwickeln

Dehoga Bayern setzt auf Austausch bei der Fachbereichsversammlung Gastronomie

Austausch auf Augenhöhe, praxisnahe Lösungen und neue Impulse: Bei der Fachbereichsversammlung Gastronomie des Dehoga Bayern entwickelten Praktiker gemeinsam Lösungen für zentrale Branchenthemen – von Personalgewinnung bis Nachhaltigkeit. 
Dr. Thomas Geppert
Kritik
Kritik

Dehoga Bayern widerspricht NGG: „7 Prozent kommen bei den Mitarbeitern an“

Seit dem 1. Januar 2026 gilt wieder der reduzierte Steuersatz von 7 % auf Speisen in der Gastronomie. Die Entlastung komme aber nicht bei den Mitarbeitern an, behauptet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Der Dehoga Bayern widerspricht dieser Kritik.