Mecklenburg-Vorpommern

Fünf Behörden für Sandburg-Event: Bürokratieabbau gefordert

Sandburgen-Wettbewerb am 07.05.2016 am Strand von Boltenhagen (Mecklenburg-Vorpommern)
Für einen Sandburgen-Wettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern müssen zunächst fünf Behörden beteiligt werden. (Foto: © picture alliance / dpa | Jens Büttner)
Fünf Ämter für einen Sandburgen-Wettbewerb? Für Kritiker in den Ostseebädern von Mecklenburg-Vorpommern ist das nur ein Beispiel ausufernder Bürokratie. Sie rufen auf zum „Kampf gegen die Bürokratiemonster“.
Donnerstag, 26.02.2026, 13:24 Uhr, Autor: Sarah Kleinen

Ausufernde Bürokratie belastet nach eigenen Angaben Kur- und Erholungsorte in Mecklenburg-Vorpommern. „Ein Beispiel ist, wenn man einen Sandburgen-Wettbewerb am Strand machen möchte, dann muss man unterschiedliche Behörden fragen“, erklärte Thomas Heilmann, Kurdirektor der Kaiserbäder auf Usedom. Insgesamt müssten fünf Stellen beteiligt werden, etwa das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern, die untere Naturschutzbehörde oder auch die Gemeinde. 

Mitunter würden Events in der Folge schon an zeitlichen Abläufen scheitern. Das sei für Mecklenburg-Vorpommern als Tourismusland „nicht der richtige Weg“. Heilmann plant nach eigenen Angaben wegen der Bürokratie für solche Veranstaltungen mittlerweile ein halbes Jahr Vorlauf ein. Es handle sich aber nur um ein Beispiel. „Das wird von Jahr zu Jahr schlimmer.“

„Kampf gegen die Bürokratiemonster“ auf Bädertag

Daher widmet sich der 29. Bädertag Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag auf Hiddensee mit einem Workshop auch „dem Kampf gegen die Bürokratiemonster“, wie Annette Rösler, Geschäftsführerin des Bäderverbands Mecklenburg-Vorpommern, vorab erklärte. Neben Heilmann wird dieser von Dennis Rudolf geleitet von der zuständigen Stabstelle Bündnis für Entlastung im Schweriner Wirtschaftsministerium.

Weitere Themen sollen der Neustart mit der Ablösung des Tourismusverbands (TMV) durch eine neue Gesellschaft sein, oder auch bezahlbarer Wohnraum oder das Miteinander von Küstenschutz und Tourismusentwicklung.

Die Teilnehmer des Bädertags mussten unterdessen flexibel sein. Wegen Flachwassers finden am Donnerstag keine Fährfahrten zwischen Hiddensee und Schaprode auf Rügen statt, wie die Reederei Hiddensee mitteilte. Teilnehmer mussten dementsprechend schon am Mittwoch anreisen.

(dpa/SAKL)

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