Wegen Unruhen

Katalonienkrise verschreckt Touristen

Panorama eines großen Kreisverkehrs in einer Stadt in Katalonien
Die Katalonien-Krise macht sich auch bei Touristenzahlen bemerkba. (Foto: rmarcorubino/fotolia)
Die Krise um die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens hat sich im Oktober negativ auf die Touristenzahlen in der spanischen Region ausgewirkt. Es kamen viel weniger ausländische Besucher als im Vorjahr.
Freitag, 01.12.2017, 08:26 Uhr, Autor: Markus Jergler

Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien 4,7 Prozent weniger ausländische Gäste in die Region mit ihrer Hauptstadt Barcelona gereist, teilte das Nationale Statistikinstitut (INE) am Donnerstag mit. Mit fast 1,5 Millionen Touristen reisten aber immer noch mehr Besucher nach Katalonien als in jede andere Region Spaniens. Die überwiegende Mehrheit sei aus dem angrenzenden Frankreich gekommen, hieß es.

Landesweit sind die Touristenzahlen im Oktober hingegen im Vorjahresvergleich um 1,8 Prozent gestiegen. Von den knapp 7,3 Millionen Urlaubern kamen laut INE die meisten aus Großbritannien, gefolgt von Deutschland und Frankreich.

Katalonien hatte Anfang Oktober ein von der Justiz verbotenes Unabhängigkeitsreferendum durchgeführt, das die Region in eine tiefe Krise gestürzt hat. Nach Absetzung der Regionalregierung steht Katalonien derzeit unter Verwaltung der Zentralregierung in Madrid. (dpa/MJ)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Ein junger Mann mit Schürze sitzt auf der Arbeitsfläche seiner Küche, rührt in einem Kopf und blickt dabei auf den Laptop, den er auf seinen Knien hält
Bedrohung für die Gastronomie?
Bedrohung für die Gastronomie?

Chef.One: Gastgeber ohne Ausbildung oder Verpflichtung?

Mit der App Chef.One können Laien fremde Menschen zu sich nach Hause einladen, um für diese zu kochen, gegen Bezahlung. Das Airbnb-Konzept für Dinner-Partys kommt hervorragend an. Bereits jetzt hat sie über 35.000 registrierte Nutzer. Was bedeutet das für die Gastronomie?
Erdogan Flagge
Neuausrichtung der Türkei-Politik
Neuausrichtung der Türkei-Politik

Angebliche Terrorunterstützung! Türkeiurlauber in Gefahr?

Angesichts der immer bedrohlicheren Menschenrechtslage in der Türkei belässt es die Bundesregierung nicht mehr bei besorgten Mahnungen Richtung Ankara. Außenminister Gabriel kündigt eine Neuausrichtung der Türkei-Politik an – mit Folgen für Tourismus und Wirtschaft.
GDL-Chef Claus Weselsky
Sicherheitskonzepte
Sicherheitskonzepte

Alkoholverbot in Bordbistros

Viele Menschen lassen sich auf einer Zugfahrt im Bordrestaurant nieder. Auch, um mal ein Bier oder einen Wein zu trinken. Damit soll nach dem Willen des GDL-Chefs Weselsky nun Schluss sein!
Bundeskabinett
Kabinettbeschluss
Kabinettbeschluss

Einkommensteuerreform 2027: Folgen für das Gastgewerbe

Das Bundeskabinett hat die Einkommensteuerreform der schwarz-roten Koalition auf den Weg gebracht. Der Entwurf von Finanzminister Lars Klingbeil sieht Entlastungen für viele Arbeitnehmer vor – könnte Hotels und Gastronomiebetriebe jedoch zugleich stärker belasten. Vor allem die höhere Pauschalsteuer auf Minijobs sorgt beim Dehoga für deutliche Kritik.
Dr. Matthias Miersch, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei ,Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Alexander Hoffmann ,Vorsitzender der CSU im Bundestag
Reformkurs
Reformkurs

Koalition will Reformpaket bis Jahresende umsetzen

Union und SPD wollen zentrale Vorhaben noch 2026 durch den Bundestag bringen. Für Hoteliers und Gastronomen geht es dabei unter anderem um Minijobs, Arbeitsrecht, Steuern und Krankschreibungen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil spricht über die geplante Zuckersteuer.
Klarstellung
Klarstellung

Klingbeil grenzt geplante Zuckersteuer ein

Zuckerfreie Getränke sollen von der neuen Abgabe verschont bleiben. Für Haferdrinks, Fertigkaffees und Biermischgetränke ist die Lage weiterhin offen.
Lars Klingbeil
Steuerreform
Steuerreform

Freibetrag für Mitarbeiterrabatte: Abschaffung nur verschoben?

Eine mögliche Abschaffung des Freibetrags für Mitarbeiterrabatte sorgt weiter für Unruhe. Zwar fehlt die Streichung im aktuellen Referentenentwurf – vom Tisch ist das Vorhaben damit aber noch nicht.
Hotelmitarbeiter prüft einen E-Bike-Akku an einer Ladestation in einem modernen Fahrradraum.
Akkusicherheit
Akkusicherheit

Lithium-Ionen-Akkus im Gastgewerbe sicher nutzen

Mobile Energiespeicher gehören längst zum Alltag in Hotels und Restaurants. Die BGN nennt 14 Regeln, mit denen Betriebe Risiken bei Nutzung, Aufbewahrung und Entsorgung reduzieren können.
Clemens Fuest
Finanzpolitik
Finanzpolitik

19 Prozent auf alles? Ifo-Chef fordert einheitliche Mehrwertsteuer

Höhere Steuern und damit höhere Preise für Brot, Butter und Obst: Darauf zielt ein Vorschlag von Ökonom Clemens Fuest. Er will Einheitlichkeit bei der Mehrwertsteuer. Für die Gastronomie könnte das Folgen haben.