Entwicklung

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet zweitbestes Tourismusjahr seit der Wende

Luftaufnahme der Hansestadt Wismar an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern im Sommer
Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete 2025 mehr Gäste und Übernachtungen – Städte wie Wismar meldeten besonders starke Zuwächse. (Foto: © Moritz Kertzscher/stock.adobe.com)
Das Bundesland meldet 8,2 Millionen Gäste und 33,3 Millionen Übernachtungen. 2025 war damit das zweitbeste Tourismusjahr seit der Wende.
Donnerstag, 05.03.2026, 09:06 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hat sich weiter erholt. Im Jahr 2025 besuchten rund 8,2 Millionen Gäste das Bundesland. Damit lag die Zahl etwa 1,7 % über dem Vorjahr, wie das Statistische Landesamt und die Landestourismusgesellschaft mitteilten.

Auch die Übernachtungen stiegen leicht: Insgesamt wurden 33,3 Millionen Übernachtungen registriert – ein Plus von 1,2 %. Nach dem Rekordjahr 2019 war 2025 damit das zweitbeste Tourismusjahr in Mecklenburg-Vorpommern seit mehr als 35 Jahren.

„Mecklenburg-Vorpommern ist gefragt“, sagte Tourismus-Staatssekretär Jochen Schulte (SPD). Zugleich verschärften sich jedoch die Wettbewerbsbedingungen. „Unternehmen sehen sich komplexen Herausforderungen wie beispielsweise dem Fachkräftemangel konfrontiert.“ Tourismus sei kein Selbstläufer. Daher müssten immer wieder neue Akzente gesetzt und Trends aufgegriffen werden, um aus der Fülle attraktiver Angebote hervorzustechen.

Ostseeküste und einzelne Städte mit Zuwächsen

Die meisten Übernachtungen gab es laut Statistikamt in Vorpommern – sie machten knapp ein Drittel aller Übernachtungen im Bundesland aus. Besonders stark legte die mecklenburgische Ostseeküste zu: Dort stiegen die Übernachtungszahlen um 2,8 %.

Auch die Regionen Mecklenburgische Schweiz und Seenplatte, Rügen/Hiddensee sowie Fischland-Darß-Zingst verzeichneten Zuwächse.

Unter den Städten zog Wismar deutlich mehr Übernachtungsgäste an. Dort stieg die Zahl der Übernachtungen um 11,3 %. Auch Neubrandenburg, Rostock und Schwerin meldeten steigende Gästezahlen, während Stralsund und Greifswald Rückgänge verzeichneten.

Weniger internationale Gäste

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung kamen weniger internationale Gäste als im Jahr zuvor. Die Zahl der Übernachtungen von Besuchern aus dem Ausland sank um 1,8 % auf rund 965.000.

Besonders deutlich gingen die Besuche aus den Niederlanden, Schweden und Dänemark zurück. Dagegen reisten mehr Gäste aus Polen, Österreich, Tschechien und der Schweiz an.

Neue Projekte und Veranstaltungen geplant

Mit neuen Projekten und Veranstaltungen will die Tourismusgesellschaft 2026 auch wieder stärker internationales Publikum ansprechen. Geplant sind unter anderem das Projekt „Hyparforum“ in Binz sowie die Galerie der Romantik im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald.

Das Staatliche Museum Schwerin präsentiert sich nach einer Sanierung kinder- und familienfreundlicher, digitaler, interaktiver und barrierefreier. In Ludwigslust wird zudem das 150-jährige Stadtjubiläum gefeiert. Außerdem soll im Mai der Goldene Saal im Schloss Ludwigslust wiedereröffnet werden.

Internationale Events im Sommer

Auch mehrere Großveranstaltungen sollen Besucher anziehen. Das Musikfestival „Airbeat One“ findet am zweiten Juli-Wochenende in Neustadt-Glewe unter dem Titel „The Netherlands Edition“ statt. Rund 200.000 Menschen werden erwartet.

Am 22. und 23. August soll außerdem in Sassnitz auf Rügen die zweite Auflage der internationalen Segelveranstaltung SailGP stattfinden. Die Premiere im Jahr 2025 war mit rund 13.000 Besuchern ausverkauft.

Die Tourismusgesellschaft präsentiert Mecklenburg-Vorpommern derzeit zudem auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Die bis Donnerstag laufende Messe gilt als wichtigste Fachmesse der Branche.

(dpa/ SAHO)

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