Bilanz

NRW-Tourismus auf Rekordkurs

Panorama von Köln bei Sonnenuntergang mit Kölner Dom, Hohenzollernbrücke und Rhein im Vordergrund.
Blick über Köln: Der Dom und die Hohenzollernbrücke am Rhein – Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 Rekordwerte bei Gästen und Übernachtungen. (Foto: © Simon/stock.adobe.com)
Trotz fehlender Großereignisse ziehen die Reisezahlen in Nordrhein-Westfalen weiter an. Für die ersten zehn Monate melden die Statistiker Bestwerte – der Branchenverband rechnet mit einem Spitzenjahr.
Mittwoch, 07.01.2026, 08:44 Uhr, Autor: Sarah Hoffmann

Die Tourismusbranche in Nordrhein-Westfalen befindet sich auf Wachstumskurs: Für den Zeitraum Januar bis Oktober 2025 hat das Statistische Landesamt so viele Gästeankünfte und Übernachtungen wie noch nie registriert. Damit deutet vieles darauf hin, dass das bevölkerungsreichste Bundesland erneut ein starkes Tourismusjahr abschließen könnte.

Nach Angaben der Statistiker stieg die Zahl der Gästeankünfte im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um rund 1,9 % auf knapp 20,86 Millionen. Auch bei den Übernachtungen verzeichnete NRW ein Plus: In den ersten zehn Monaten nahm die Zahl um rund 1,6 % auf 46,72 Millionen zu.

Tourismus NRW rechnet mit Rekordjahr

Auch der Dachverband Tourismus NRW geht davon aus, dass 2025 die bisherigen Bestmarken übertroffen werden. „Noch stehen zwei Monate bei den Statistiken aus, aber wir gehen davon aus, dass 2025 ein neues Rekordjahr für den Tourismus in Nordrhein-Westfalen war“, sagte eine Sprecherin.

Das wäre besonders bemerkenswert, weil im bisherigen Rekordjahr 2024 die Fußball-Europameisterschaft für zusätzliche Gäste im Land gesorgt hatte. Trotz des fehlenden EM-Effekts 2025 bleibe die Nachfrage hoch.

Stabiler Trend auch ohne Großereignis

Die Sprecherin sieht darin ein Zeichen für die widerstandsfähige Entwicklung des Reiselandes Nordrhein-Westfalen: „Dass wir dieses besondere Jahr voraussichtlich noch einmal übertreffen, ist ein großer Erfolg und zeigt, wie stabil das Reiseland Nordrhein-Westfalen inzwischen aufgestellt ist. Großereignisse geben uns natürlich einen Schub, aber auch unabhängig davon zieht es viele Menschen zu uns“, erklärte sie.

(dpa/SAHO)

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