Reiselust in Deutschland bleibt ungebrochen
Rund zwei Drittel der Deutschen planen in diesem Sommer eine Reise. Dennoch richten viele Reisende ihr Reiseverhalten bewusst an einem komplexeren Umfeld aus: Sie wägen Kosten stärker ab, setzen neue Prioritäten und passen Ziele sowie Budgets an. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Global Travel Confidence Index 2026 von Allianz Partners.
Reisen bleibt damit ein wichtiger Bestandteil von Erholung und Lebensqualität, es wird jedoch strategischer geplant als in den Vorjahren.
Reisen bleibt fest eingeplant – mit Fokus auf Auslandsziele
Wie der Global Travel Confidence Index 2026 zeigt, plant mit rund zwei Drittel die Mehrheit der Deutschen weiterhin eine Reise – mit klarem Fokus auf internationale Ziele. Insgesamt zieht es 41 % ins Ausland, während 26 % im eigenen Land bleiben wollen. Gleichzeitig entscheidet sich knapp ein Drittel (31 %) dafür, in diesem Sommer nicht zu verreisen.
Das zeigt: Reisen bleibt für viele wichtig, ist aber keine Selbstverständlichkeit mehr.
Steigende Kosten prägen das Reiseverhalten
Die geplanten durchschnittlichen Ausgaben liegen laut Studie bei 1.431 Euro pro Person und damit im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Wie in anderen europäischen Märkten zeigt sich dabei eine wachsende Zurückhaltung bei den vorgesehenen Reiseausgaben.
Vor dem Hintergrund steigender Preise passen viele Deutsche ihre Reisepläne gezielt an. Dabei werden Budgets bewusster genutzt, die Reisedauer oder Destinationen werden angepasst und/oder Ausgaben in anderen Lebensbereichen werden reduziert.
Laut Allianz Partners bleibt Reisen somit zwar eine Priorität, wird jedoch zunehmend rationaler geplant und stärker am Preis-Leistungs-Verhältnis ausgerichtet.
Bewussteres Reisen statt Verzicht
Die Daten zeigen zudem: Deutsche verzichten nicht grundsätzlich auf Reisen, sondern treffen bewusstere Entscheidungen. Dabei gewinnen insbesondere folgende Faktoren an Bedeutung:
- Nähe und Erreichbarkeit von Reisezielen
- Planbarkeit und Sicherheit
- Kostenkontrolle
Reisen wird damit weniger spontan und stärker vorausgeplant als in den vergangenen Jahren.
Unsicherheiten beeinflussen die Reiseentscheidungen
Neben wirtschaftlichen Faktoren spielen auch geopolitische Entwicklungen und operative Risiken eine zunehmend wichtige Rolle bei der Reiseplanung. Viele Reisende berücksichtigen verstärkt:
Viele Reisende berücksichtigen verstärkt mögliche Störungen im Reiseablauf (Verspätungen, Ausfälle), die persönliche Sicherheit am Reiseziel sowie allgemeine Unsicherheiten im globalen Umfeld.
Diese Entwicklungen führen dazu, dass Reiseentscheidungen heute sorgfältiger getroffen werden und stärker auf individuellen Risikoabwägungen basieren. Dadurch werde Reisen weniger spontan und stärker vorausgeplant als in den vergangenen Jahren.
Reiseversicherung als Grundlage für Reisevertrauen
Vor diesem Hintergrund gewinnt auch das Thema Absicherung weiter an Bedeutung: Laut Allianz Partners entwickelt sich die Reiseversicherung zunehmend von einer optionalen Ergänzung zu einem festen Bestandteil der Reiseplanung. Sie biete nicht nur finanziellen Schutz, sondern schaffe vor allem Sicherheit, Planbarkeit und Vertrauen, insbesondere in einem komplexeren und potenziell störanfälligeren Reiseumfeld.
„Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen, aber sie ist deutlich bewusster geworden“, kommentiert Stefan Schrödel, Leiter Vertrieb Touristik bei Allianz Partners. „Verbraucher wägen heute genauer ab, wohin sie reisen, wie viel sie ausgeben und welche Risiken sie eingehen möchten. Gerade in einem von Unsicherheiten geprägten Umfeld gewinnt Absicherung an Bedeutung. Reisen bleibt ein wichtiger Bestandteil von Erholung und Lebensqualität, wird aber zunehmend strategisch geplant.“
Hinweise zur Studie
Das ist die erste globale Studie zur Reiseabsicht, die Allianz Partners in zehn Ländern auf drei Kontinenten durchgeführt hat. Die vorliegenden Ergebnisse basieren auf einer Ipsos-Umfrage im Auftrag von Allianz Partners, die im Zeitraum vom 20. März bis 14. April 2026 durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 11.010 Menschen ab 18 Jahren an der Befragung teil, darunter 1.001 Personen in Deutschland.
Da die Erhebung vergleichsweise früh im Jahr und vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten stattfand, könnten einige Befragte ihre Sommerurlaubspläne verzögert haben; entsprechende Entwicklungen sind in den Ergebnissen möglicherweise noch nicht vollständig abgebildet.
(Allianz Partners/SAKL)