Reisen für Alle stärkt barrierefreien Tourismus
Barrierefreier Tourismus gilt in Deutschland als wachsendes Segment mit erheblichem wirtschaftlichem Potenzial. Rund 10 Millionen Menschen mit einer Behinderung sind auf verlässliche Informationen zur Nutz- und Erlebbarkeit touristischer Angebote angewiesen. Doch Barrierefreiheit betrifft nicht nur diese Gruppe: Für etwa 10 % der Bevölkerung ist sie unentbehrlich, für 40 % hilfreich und für 100 % komfortabel.
Vor diesem Hintergrund kommt dem Kennzeichnungs- und Informationssystem „Reisen für Alle“ eine zentrale Rolle zu. Es richtet sich an Dienstleistungsunternehmen entlang der gesamten touristischen Dienstleistungskette und stellt Reisenden mit und ohne Beeinträchtigung geprüfte Informationen zur Barrierefreiheit bereit – „Verlässlich. Detailliert. Geprüft.“.
Erster Austausch des neuen Beirats
Am 3. Februar 2026 hat sich der neu einberufene Reisen-für-Alle-Beirat erstmals zu einer Sitzung getroffen. Das Gremium kam in hybrider Form, digital und persönlich, zusammen. Es übernimmt die beratende Funktion des früheren Projektbeirats und soll künftig bei inhaltlichen und strategischen Fragestellungen unterstützen sowie Empfehlungen für die Weiterentwicklung von „Reisen für Alle“ geben.
Der Beirat setzt sich aus Vertretern von Behindertenverbänden, der Tourismuswirtschaft, Masterlizenznehmern, Erheberinnen/Erhebern, dem Bund sowie der Deutschen Zentrale für Tourismus zusammen. Der Austausch stand unter dem Leitgedanken „Reisen verbindet uns alle!“.
Zuständigkeiten klar geregelt
Seit Januar 2024 ist die Bayern Tourist GmbH (BTG) als Konzessionsnehmer sowohl Betreiber als auch Koordinierungs- und Prüfstelle von „Reisen für Alle“. Konzessionsgeber bleibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das weiterhin Inhaber aller Rechte am Kennzeichnungs- und Zertifizierungssystem ist, einschließlich der Nutzungs- und Verwertungsrechte.
Isabella Hren, Geschäftsführerin der Bayern Tourist GmbH, betont die Bedeutung des neuen Gremiums: „Mit dem RfA-Beirat kommen alle Interessensvertreter an einen Tisch und können wertvolle und konstruktive Hinweise zum Voranbringen des Kennzeichnungssystems ‚Reisen für Alle‘ geben.“
Weiter sagt sie: „Wir freuen uns daher über den heutigen Austausch und auf die weitere Zusammenarbeit im Rahmen dieses Gremiums. Denn Reisen verbindet uns alle und sollte dahingehend auch für alle selbstbestimmt möglich sein. ‚Reisen für Alle‘ stellt hierbei ein wichtiges Instrument dar. Wir hoffen, durch weitere gezielte Empfehlungen das Kennzeichnungssystem noch attraktiver für Reisende und Dienstleister zu gestalten.“
(Reisen für Alle/SAHO)