Rekord bei Gästezahlen in Baden-Württemberg
Trotz fehlender Großevents wie der Fußball-EM bleibt der Tourismus in Baden-Württemberg auf hohem Niveau. Die Zahl der Gäste erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand, während die Übernachtungen leicht zurückgingen.
Die Beherbergungsbetriebe zählten im vergangenen Jahr 24,1 Millionen Gäste, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Dies war ein Zuwachs um 1,5 % auf ein Rekordniveau. Die Zahl der Übernachtungen hingegen ging nach Angaben der Statistiker um 0,3 % auf 58,7 Millionen zurück. Der Höchststand wurde hier 2024 verzeichnet.
Tourismus-Staatssekretär Patrick Rapp (CDU) sagte, man habe das hohe Niveau des Vorjahresrekords halten können – sogar ohne sportliches Großereignis. Das Rekordjahr 2024 war zu Teilen der Herren-Fußball-Europameisterschaft zu verdanken. Dass die Gästebilanz für 2025 so positiv ausfalle, bestätige die Attraktivität Baden-Württembergs als Reiseziel.
Inlandsmarkt bleibt tragende Säule
Die meisten Touristen im Südwesten kommen weiterhin aus Deutschland. Die Inlandsübernachtungen sind nach Angaben der Statistiker 2025 um 0,4 % leicht angestiegen. Gäste aus dem Bundesgebiet machen 80 % der Gesamtübernachtungen aus, wobei insbesondere Reisende aus den angrenzenden Bundesländern stark vertreten sind, wie die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW) mitteilte.
Kurzreisen und Wochenendaufenthalte spielten eine zentrale Rolle. Zu den beliebtesten Reisezielen zählen demnach der Schwarzwald, das nördliche Baden-Württemberg und der Bodensee sowie Stuttgart, Freiburg und Heidelberg.
Unterschiedliche Entwicklung bei Auslandsmärkten
Die meisten ausländischen Gäste mit Übernachtungen sind im vergangenen Jahr aus der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich, den USA und Österreich gekommen. Positiv entwickelten sich 2025 die Niederlande und Österreich. Die Schweiz und Frankreich verzeichneten ein leichtes Minus.
Für den Rückgang von 9,1 % aus den USA, dem wichtigsten Überseemarkt für Baden-Württemberg, könnten wirtschaftliche Unsicherheiten, hohe Reisekosten und geopolitische Spannungen verantwortlich sein, wie TMBW mitteilte.
(dpa/SAHO)