Erste Stagnation seit 14 Jahren

Schwächerer Hauptstadt-Tourismus wegen Air Berlin-Pleite?

Panorama von Berlin mit dem Fernsehturm
Nach Airline-Pleite: Berlin erwartet stagnierende Touristenzahlen. (Foto: elxeneize/fotolia)
Berlins Tourismusbranche könnte 2017 erstmals seit Jahren keine steigenden Übernachtungszahlen verbucht haben. Verantwortlich dafür soll die Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin sein.
Dienstag, 09.01.2018, 13:20 Uhr, Autor: Markus Jergler

Bis einschließlich Oktober hätte das Plus eigentlich noch bei 1,1 Prozent gelegen – mit dem Ende von Air Berlin seien aber viele Flugverbindungen weggefallen, sagte der Chef der Tourismusagentur, Burkhard Kieker, am Montag. Er erwartet daher für das Gesamtjahr höchstens noch ein kleines Plus, wahrscheinlich eher eine Stagnation.

Erste Stagnation seit 14 Jahren
Damit könnten die Übernachtungszahlen das erste Mal seit 2003 nicht mehr gewachsen sein. Das Landesamt für Statistik legt die Tourismuszahlen für 2017 in einigen Wochen vor. Die Flugausfälle bei Air Berlin im Frühjahr und die spätere Insolvenz der Airline hätten sich viel stärker ausgewirkt als etwa der Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt, sagte Kieker.

Für das neue Jahr zeigte er sich zuversichtlich. Zum einen würden Easyjet und Eurowings die Lücken im Flugbetrieb teilweise füllen. „Das rettet uns.“ Zum anderen seien 2018 viele Kongresse, beispielsweise die Zugmesse Innotrans. Auch die Ausstrahlung der TV-Serie „Babylon Berlin“ wollen die Tourismuswerber für die Stadt nutzen. Kieker hofft deswegen für 2018 wieder auf ein Plus bei den Übernachtungen von mindestens zwei Prozent. (lbn/MJ)

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