Bilanz

Schweiz geht von Rekord bei Übernachtungen 2023 aus

Hotelzimmer Berge
Die touristischen Logiernächte in der Schweiz verzeichnen für 2023 ein Rekordhoch. (Foto: © AspctStyle/stock.adobe.com)
Die Schweizer Tourismusbranche ist kräftig im Aufwind: Noch im Dezember verkündete Schweiz Tourismus, dass das Jahr 2023 mit einem deutlichen Plus an Übernachtungsbuchungen abschließen dürfte.
Donnerstag, 04.01.2024, 08:22 Uhr, Autor: Karoline Giokas

Für die Sommersaison 2023 (Mai bis Oktober) verkündete das Schweizer Bundesamt für Statistik (BfS) mit insgesamt 23,9 Millionen Logiernächten einen neuen Höchstwert. Dies entspricht gegenüber der gleichen Vorjahresperiode einer Zunahme von 6,3% (+1,4 Millionen Logiernächte).

Die ausländische Nachfrage stieg um 17,2% auf 12,4 Millionen Logiernächte (+1,8 Millionen). Die inländischen Gäste verzeichneten ein Minus von 3,4% und erreichten ein Total von 11,5 Millionen Logiernächten (−402 000).

Schneller erholt als erwartet

Vom Direktor der Vermarktungsorganisation Schweiz Tourismus, Martin Nydegger, hieß es Ende Dezember in der Zeitung „Schweiz am Wochenende“: "Erstmals in der Geschichte des Schweizer Tourismus können wir in diesem Jahr über 40 Millionen Hotelgäste zählen."

Nach der Corona-Pandemie habe es niemand für möglich gehalten, dass die Besucherzahlen sich so schnell erholen würden.

Starke Nachfrage von Amerikanern 

Unter den ausländischen Gästen wachse vor allem die Zahl der amerikanischen Besucher, sagte Nydegger weiter. Sie seien hinter den Deutschen die zweitgrößte Gästegruppe, der Abstand werde immer kleiner.

Die Nachfrage aus dem amerikanischen Kontinent belief sich auf 2,6 Millionen Logiernächte, was einem starken Anstieg um 521 000 (+24,7%) und damit einem Rekordniveau entspricht. Die grösste absolute Zunahme dieses Kontinents verzeichneten die USA (+412 000 / +24,7%), die damit erstmals seit 1985 die symbolische Schwelle von 2 Millionen Logiernächten übertrafen (2,1 Mio.). 

Laut Nydegger spiele wegen der Inflation in vielen anderen Ländern und der dortigen Teuerung die starke Schweizer Währung nicht mehr so eine große Rolle. 2022 lag die durchschnittliche Jahresteuerung in der Schweiz bei 2,8 Prozent, 2023 noch tiefer.

(dpa/KAGI)

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