Kostenschutz für Krankenhäuser

Thailand plant Pflichtversicherung für alle Touristen

Bangkok Skyline
Die thailändische Metropole Bangkok ist eines der beliebtesten Reiseziele weltweit.
Thailands Tourismusbehörde plant, dass alle Besucher des Landes in Zukunft eine verpflichtende Reisekrankenversicherung vorlegen müssen. Durch die Verpflichtung sollen die zuletzt hohen Kosten in staatlichen Krankenhäusern durch nicht versicherte Touristen gesenkt werden.
Freitag, 09.06.2017, 09:57 Uhr, Autor: Markus Jergler

Das Tourismusministerium habe über einen solchen Vorschlag beraten, sagte Jaturon Phakdeewanit, Direktor für Tourismussicherheit, der Deutschen Presse-Agentur. Ihm zufolge fielen für die medizinische Behandlung von Besuchern ohne Reiseversicherung in staatlichen Krankenhäusern zuletzt Kosten von 3 Milliarden Baht (etwa 78,8 Millionen Euro) pro Jahr an.

„Wir müssen dies so schnell wie möglich vorantreiben, weil das Problem ernster wird“, sagte Jaturon. Regierungsvertreter werden gemeinsam mit der Tourismusbranche über die Umsetzung der Regel diskutieren, bevor der Vorschlag zur Genehmigung ins Kabinett kommt, sagte Jaturon. Die Dokumente der Reiseversicherung sollen vermutlich bei der Ankunft am Einreiseschalter – zum Beispiel am Flughafen – geprüft werden, da viele Touristen für Thailand kein Visum brauchen. Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Thailand. In diesem Jahr kamen bereits über 14 Millionen Menschen in das südostasiatische Land. (dpa/MJ)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Schloss Neuschwanstein
Besucherrekord
Besucherrekord

Besuchermagnet Schloss Neuschwanstein: 75 Millionen Gäste

Seit 1886 zieht das Schloss Neuschwanstein Millionen von Menschen aus aller Welt an. Für einen besonderen Gast gab es jetzt eine Überraschung.
Graben St. in Wien
Statistik
Statistik

Wo deutsche Reisende in Europa besonders stark vertreten sind

In vielen europäischen Ländern stellen Reisende aus Deutschland die größte ausländische Gästegruppe. Neue Eurostat-Zahlen zeigen, in welchen Ländern ihr Anteil besonders hoch ist.
Gruppe vor dem Brandenburger Tor
Reiseverhalten
Reiseverhalten

Deutsche verreisen häufiger im Inland

Weniger Fernreisen, mehr Trips im eigenen Land: Eine Auswertung des Statistischen Bundesamts zeigt, wohin die Deutschen 2025 am liebsten reisten und wie sich Privat- und Geschäftsreisen entwickelten.
Tourismus in Deutschland
Halbjahresbilanz
Halbjahresbilanz

Deutschland-Tourismus erzielt Halbjahresrekord

Im Juni sind die Übernachtungszahlen in Deutschland spürbar gesunken. Dennoch erreicht der Tourismus im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand – getragen auch von der Nachfrage aus dem Ausland.
Drei Touristen mit Stadtplan vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Bilanz
Bilanz

Berlin verzeichnet weniger Gäste und Übernachtungen

Im ersten Halbjahr kamen rund 5,9 Millionen Besucher in die Hauptstadt. Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland ging zurück, während die Zahl der Inlandstouristen leicht zulegte.
Zwei Stand-up-Paddler auf dem Forggensee im Allgäu.
Statistik
Statistik

Mehr Gäste und Übernachtungen in Bayern

Die Beherbergungsbetriebe verzeichnen im ersten Halbjahr steigende Ankunftszahlen. Allerdings profitieren nicht alle Betriebsarten: Vor allem Gasthöfe und Pensionen müssen Rückgänge hinnehmen.
Felsenbühne Rathen
Nach dem Unwetter
Nach dem Unwetter

Tourismusbranche in der Sächsischen Schweiz hofft auf schnelle Normalisierung

Die Wanderrast am Amselsee ist zerstört, auf der Felsenbühne Rathen vorerst kein Theater möglich. Wie steht es sonst um den Tourismus in der Sächsischen Schweiz nach dem Unwetter?
Ein Teilnehmer des Protestzugs in Palma hält ein Schild mit der Aufschrift "Tourists go home" während einer Demonstration gegen den Tourismus auf Mallorca.
Massentourismus
Massentourismus

Rekord-Demo – Mallorca protestiert gegen „Tourismus-Tsunami“

Mallorca wird jedes Jahr von immer mehr Touristen besucht. Die Kassen klingeln. Warum haben dann offenbar immer mehr Bewohner der Mittelmeerinsel die Urlauber aus Deutschland und anderen Ländern satt?
Edersee
Trockenheit
Trockenheit

Niedrigwasser am Edersee trifft Tourismusbetriebe

Mitten in den Ferien ist der Edersee nur noch zu rund einem Fünftel gefüllt. Wassersport geht kaum noch, Betriebe melden teils 50 Prozent Umsatzminus. Entspannung ist vorerst nicht in Sicht.