Tourismus in Hamburg auf gutem Kurs
„Hamburg kann für das Tourismusjahr 2025 eine positive Bilanz ziehen“, sagt Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard. 16,5 Millionen Übernachtungen konnte die Hansestadt im vergangenen Jahr verzeichnen, wie die Wirtschaftsbehörde mitteilte. Das ist ein Zuwachs von 2,1 Prozent (+335.690) im Vergleich zum Vorjahr.
„Die Tourismusbranche setzt damit ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort, für sichere Arbeitsplätze und für die Attraktivität unserer Stadt“, betont Dr. Melanie Leonhard. "Entscheidend ist: Diese Entwicklung ist das Ergebnis eines funktionierenden Zusammenspiels aus kluger Stadtentwicklung, leistungsfähiger Infrastruktur, starken Unternehmen und einer Tourismusbranche, die in Hamburg partnerschaftlich an einem Strang zieht."
Die meisten Gäste aus dem Ausland stammten aus Dänemark, gefolgt von der Schweiz und Österreich. Deren Übernachtungszahlen nahmen um 2,8 bis 5,5 Prozent zu. Rückgänge verzeichneten die Touristiker dagegen bei Besuchern aus den USA und Großbritannien.
„Die Übernachtungszahlen stehen für Menschen, die eine besondere Beziehung zu Hamburg haben: Menschen, die diese Stadt mögen, weil sie sich hier frei fühlen, weil sie Wasser, Weite und Weltoffenheit spüren“, betont Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH. „Unser Anspruch bleibt ambitioniert: Eine Stadt, die für Einheimische lebenswert ist, ist automatisch auch für Gäste attraktiv. Nach diesem Prinzip werden wir den Tourismus weiter entwickeln.“
Hotels gut gebucht: Hamburg bleibt Spitze
Die Zimmerauslastung in den Hamburger Hotels lag bei durchschnittlich 77 Prozent und konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden. Damit erreicht Hamburg im Vergleich mit den größten deutschen Städten die höchste Auslastung. Auch im Vergleich der europäischen Metropolen liegt Hamburg damit in der Spitzengruppe.
Ausblick 2026: Jubiläen, neue Reiseanlässe und viel Kultur
Kultur ist ein großer Magnet. Das Tagungs- und Kongressgeschäft wächst kontinuierlich, wozu der Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft eine wichtige Grundlage liefert. Und die Kreuzfahrt macht den Hafen als „Tor zur Welt“ erlebbar – einen Ort, den auch die Hamburger lieben.
Das Miniatur Wunderland feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen – eine Erfolgsgeschichte von der Idee in der Speicherstadt hin zu einer international bekannten Attraktion, die Unternehmergeist und hanseatische Gastfreundschaft beispielhaft verbindet. „Dass wir einmal 26 Millionen Gäste aus aller Welt im Wunderland begrüßen würden, ist wahrlich eine Märchengeschichte“, sagt Gründer Frederik Braun. „Und unsere Freude am Bauen ist ungebrochen – neben besonderen Aktionen zum 25-jährigen Jubiläum werden wir in diesem Jahr unseren riesigen Regenwald-Abschnitt fertigstellen.“
Auf St. Pauli blickt die Reeperbahn auf 400 Jahre Geschichte zurück. Ihr Jubiläumsprogramm macht deutlich, wie eng kulturelle Vielfalt, städtische Identität und das harmonische Nebeneinander von Gegensätzen mit Hamburg verbunden sind.
Parallel startet die Elbphilharmonie ihre Kampagne zum zehnjährigen Jubiläum, das 2027 gefeiert wird. Das Konzerthaus ist seit seiner Eröffnung im Januar 2017 zu einem Wahrzeichen mit internationaler Ausstrahlung geworden.
Neue kulturelle Impulse sorgen zusätzlich für Nachfrage. Stage Entertainment erweitert sein Programm 2026 mit zwei großen Produktionen: „Zurück in die Zukunft“ (ab März im Operettenhaus) und „Der Teufel trägt Prada“ (ab Dezember in der Neuen Flora). Die ATG Entertainment bringt „Moulin Rouge! Das Musical“ im Herbstnach Hamburg in das Theater am Großmarkt.
Darüber hinaus entsteht mit dem UBS Digital Art Museum auf 6.500 Quadratmetern ein Ort immersiver Kunst, der neue Zielgruppen anziehen soll und Hamburgs internationale Sichtbarkeit weiter stärken soll. Die Eröffnung ist für Dezember dieses Jahres angekündigt.
(Hamburg Tourismus/ots/dpa/SAKL)