Umfrage

Trends für den Reisesommer 2017

Verschiedenfarbige Koffer
© yamix / fotolia
Kurz vor der Adventszeit stellen die Reiseveranstalter ihre Programme für den kommenden Sommer vor. Vor allem Spanien, Italien und Griechenland erweitern Ihre Angebotspalette. Ein Hauptgrund für diesen Ausbau ist vor allem die unsichere Situation in der Türkei.
Donnerstag, 24.11.2016, 14:00 Uhr, Autor: Markus Jergler

Die unsichere politische Lage in der Türkei verursacht weiterhin Sorgenfalten bei den Tourismusveranstaltern. Als angesichts der Anschläge und des versuchten Staatsstreiches die Urlauber ausblieben, begannen die Veranstalter sich mehr nach Westen zu orientieren. Ob die weiterhin sinkenden Preise und vergünstigten Angebote die Bedenken der Touristen beseitigen können, ist eher unwahrscheinlich. Da jedoch noch nicht abzusehen ist, wie sich das Land in den kommenden Monaten verändert, werden Spanien, Italien, Portugal und Griechenland als Reiseziel noch beliebter.

Spanien wird teurer
Der Spanienurlaub wird teuer! (© BillionPhotos.com / fotolia)

Der Spanienurlaub wird teuer! (© BillionPhotos.com / fotolia)Nach wie vor ist und bleibt Mallorca die Lieblingsinsel der Deutschen. Auch im kommenden Jahr dürfte das siebzehnte Bundesland erneut einen Reiseboom erleben. Viva España lautet das Motto der Reiseveranstalter für 2017. Deutsche Urlauber legen vor allem Wert auf einen sonnigen Strandurlaub. Wenn die Türkei als Reiseziel wegfällt, dürften sich die meisten Touristen vor allem Richtung Spanien umorientieren. Somit dürfte sich das Land auf steigende Besucherzahlen freuen. Die Veranstalter haben bereits begonnen, die Hotelkapazitäten zu erhöhen. TUI beispielsweise hat sein Hotelangebot auf den Kanaren um 20 Prozent erhöht. Thomas Cook Signature erweitert sein Angebot auf Mallorca um 15 weitere Häuser. FTI hat gleich 75 neue Hotels mit aufgenommen und auch bei Alltours wächst die Zahl der Hotels um insgesamt 100.

Mit dem steigenden Angebot stellen sich die Anbieter auf die sehr wahrscheinlich stark anwachsende Nachfrage ein. Dies beeinflusst natürlich die Preisentwicklung. Urlaub in Spanien wir 2017 deutlich teurer. TUI gibt für die Kanaren ein Plus von 1,5 Prozent an, für das spanische Festland 2 Prozent und für die Balearen 3 Prozent. Bei stark gefragten Hotels sind sogar noch deutlich größere Sprünge möglich. Thomas Cook gibt das Plus für Mallorca mit 4 Prozent an, für die Kanaren mit 7 Prozent. Alltours erklärt, für die Hälfte der Häuser falle das Plus „deutlich“ aus. Und sonst seien es zwischen 2 und 2,7 Prozent.

Mittelmeerregion weiterhin beliebt
Urlaubsziele rund um das Mittelmeer gelten als sicher und dürften auch 2017 gut bereist werden. Von Italien bis Griechenland wird das Hotelangebot ebenfalls aufgestockt. Vor allem das von der Flüchtlingskrise gebeutelte Griechenland freut sich über die wiedergekehrte Aufmerksamkeit der Reiseveranstalter. Auch Länder wie Kroatien und Bulgarien stehen hoch im Kurs. Reisende müssen jedoch auch hier mit leicht steigenden Preisen rechnen.

Nordafrika
Ägypten hofft für das kommende Jahr wieder auf mehr Besucher. Interessenten können sich dort über weiterhin leicht sinkende Preise freuen. Ob sich das Land am Roten Meer allerdings tatsächlich erholt, bleibt noch abzuwarten. Anders als die anderen Anbieter, die etwas zurückhaltender sind, hat der Veranstalter FTI sein Flugangebot für den Sommer 2017 verdoppelt. Auch für Tunesien gibt es kleine Hoffnungsschimmer. So hat beispielsweise TUI wieder zwei Vollcharter-Flüge für die Insel Djerba im Programm.

Nordamerika
Mit dem Wahlsieg von Donald Trump haben wohl die wenigsten Reiseveranstalter gerechnet. Wie sich das auf das Reiseveranstalter der Deutschen auswirkt, ist noch nicht absehbar. Die Auswahl zumindest wächst. Die Anbieter stocken ihre Hotelangebote in Kanada und den USA kräftig auf. (dpa/MJ)

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