Tourismus

Venedig will Kreuzfahrtschiffe auf Abstand halten

Ein Kreuzfahrtschiff in Veneid
Zukünftig werden in Venedig Kreuzfahrtschiffe nicht mehr bis knapp vor den Markusplatz fahren dürfen. (©auergraphics/stock.adobe.com)
Mit einer Neuregelung für Kreuzfahrtschiffe will die Stadt Venedig zukünftig sein historisches und kulturelles Erbe besser schützen.
Freitag, 26.03.2021, 07:56 Uhr, Autor: Thomas Hack

Die Lagunenstadt Venedig will Kreuzfahrtschiffe nicht mehr so nahe an seinen historischen Stätten wie den Markusplatz ankern lassen. Die großen Schiffe sollten künftig übergangsweise vielmehr in einem Industriehafen der norditalienischen Lagunenstadt anlegen, wie vier Ministerien, darunter die für Infrastruktur und Tourismus,  gemeinsam mitteilten. Auf diese Weise solle ein historisches und kulturelles Erbe nicht nur Italiens, sondern der ganzen Welt geschützt werden. Außerdem hätten die Minister beschlossen, einen Ideenwettbewerb zu starten, um das Problem der Durchfahrt von großen Schiffen in Venedig strukturell und endgültig zu lösen, hieß es weiter. Laut Nachrichtenagentur Ansa soll ein neues Kreuzfahrtterminal gebaut werden.

13 Millionen Übernachtungen im Jahr 2019

Seit Jahren wird darüber gestritten, dass die Kreuzfahrtschiffe Umwelt und Substanz der Stadt zerstören. Auf nur noch etwa 50 000 Einwohner kommt die Unesco-Welterbestadt. Dafür ist der Tourismus bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie im letzten Jahr kontinuierlich gestiegen, Millionen Menschen kamen mit Kreuzfahrtschiffen in die Stadt, 2019 wurden laut Region rund 13 Millionen Übernachtungen registriert.  (dpa/TH)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen

Münchner Delegation auf der Bühne nach der Entscheidung über den deutschen Olympia-Bewerber in Baden-Baden
Deutscher Bewerber gekürt
Deutscher Bewerber gekürt

Olympia-Entscheidung: München geht ins Rennen – Chancen fürs Gastgewerbe

Die Entscheidung ist gefallen: München wird Deutschland im weiteren Bewerbungsverfahren um die Olympischen und Paralympischen Spiele vertreten. Für Hotellerie, Gastronomie und Tourismus eröffnet die Bewerbung neue Chancen. Gegenüber HOGAPAGE erklärt der Dehoga Bayern, worauf es für die Branche jetzt ankommt.
BTW-Präsident Sören Hartmann
Verbandsposition
Verbandsposition

Tourismuswirtschaft warnt vor Folgen zentraler AfD-Positionen für den Tourismus

Das AfD-Bundestagswahlprogramm fordert unter anderem stärkere Grenzkontrollen sowie einen Austritt Deutschlands aus dem Euro-System. Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft sieht hierin Risiken für zentrale Geschäftsgrundlagen der Branche.
Erfurt
Tourismusstrategie
Tourismusstrategie

Thüringen will Tourismus bis 2035 stärken

Der Tourismus im Freistaat hat sich in den vergangenen zehn Jahren nur verhalten entwickelt. Mit einer neuen Strategie will Thüringen nun gegensteuern. Was geplant ist. 
Titisee, Schwarzwald
Sommertourismus
Sommertourismus

„Coolcation“-Trend: Schwarzwald lockt mehr Südeuropäer an

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen – und profitiert von einem Trend.
An der Hotelrezeption
Branchenanalyse
Branchenanalyse

Tourismusbarometer: Anspruchsvolle Besucher – Gastgewerbe vor Herausforderungen

Hotels und Gaststätten in Rheinland-Pfalz sehen sich einer Reihe von Herausforderungen gegenüber. Das Tourismusbarometer 2026 listet einige auf und gibt Empfehlungen für die Branche.
Deutschland, Schleswig-Holstein, Lübecker Bucht, Ostseebad Scharbeutz. Blick von der Duenenmeile auf den Ostseestrand.
Halbjahresbilanz
Halbjahresbilanz

Tourismus in Schleswig-Holstein bleibt auf Rekordkurs

Zwei Küsten, viele Seen, sattes Grün und sanfte Hügel: Schleswig-Holstein gefällt Urlaubern. Trotz moderater Zuwächse, bleibt der Tourismus in dem Bundesland auf Rekordkurs. Doch ein Selbstgänger ist das nicht, wie die Halbjahresbilanz zeigt.
Jürgen Amann
Personalie
Personalie

Nach drei Monaten: Neuer Visit-Berlin-Chef muss schon wieder gehen

Sein Vorgänger war 17 Jahre im Amt, Jürgen Amann muss schon nach drei Monaten wieder gehen. Offenbar wurde ein Abfindungsvertrag unterzeichnet.
Daniela Ziegler, Martin Stürzer, Dr. Thomas Geppert, Christian Scharpf, Sina Hochreiter, Dominik Krause und Christian Schottenhamel
Olympia-Bewerbung
Olympia-Bewerbung

München wirbt mit Gastgebern für Olympia

Großbanner und Olympia-Countdown auf dem Marienplatz: Gemeinsam mit Stadt, Wirtschaft und Gastgebern hat das Bündnis Pro Olympia für Münchens Olympia Bewerbung geworben. Gastgeber und Tourismusvertreter sehen in den Spielen große Chancen für die Stadt und die Branche.
Celine Patzak, Josephin Bauer und Laura-Sophie Kubot
Nachwuchsförderung
Nachwuchsförderung

Eberhardt Travel investiert in den touristischen Nachwuchs

Der Fachkräftemangel stellt die gesamte Tourismuswirtschaft vor große Herausforderungen. Eberhardt Travel setzt daher bei der Fachkräftesicherung auf die eigene Nachwuchsförderung.