Kühlen mit Köpfchen
Wie moderne Kühl- und Tiefkühltechnik Energie spart, Arbeitsabläufe erleichtert und die Lebensmittelsicherheit verbessert
von Karoline GiokasKühlen gehört zu den Grundfunktionen jeder Profiküche und wird doch oft erst dann wahrgenommen, wenn etwas nicht funktioniert. Dabei laufen Kühl- und Tiefkühlgeräte rund um die Uhr, sichern die Lebensmittelqualität und zählen gleichzeitig zu den größten Stromverbrauchern im Betrieb. Entsprechend hoch sind die Anforderungen: Energieeffizienz, Hygiene, Temperaturstabilität und einfache Bedienung sollen heute Hand in Hand gehen.

Kühlen wird zum intelligenten Prozess
Lange Zeit galt professionelle Kühltechnik als eher unspektakulär. Die Aufgabe war klar definiert: Lebensmittel zuverlässig auf Temperatur halten. Heute geht die Entwicklung deutlich weiter. Moderne Geräte analysieren ihre Nutzung, reagieren auf veränderte Betriebsbedingungen und übernehmen Aufgaben, die früher manuell erledigt werden mussten. Ein Beispiel dafür sind intelligente Abtausysteme, wie sie im neuen Ecostore HPe von Electrolux Professional vorkommen. Das Gerät kombiniert eine intelligente Abtausteuerung mit einer optimierten Luftführung und einer digitalen Temperaturüberwachung. Über eine App lassen sich Temperaturverläufe automatisch dokumentieren und direkt für die HACCP-Nachweise nutzen. Für Küchen bedeutet das weniger Dokumentationsaufwand und gleichzeitig mehr Sicherheit bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
Echt clever ist auch die präzise Regeltechnik bei den Delfield-Schnellkühlern aus dem Hause Welbilt: Bei den Geräten lassen sich vorprogrammierte Kühlzyklen auf Knopfdruck starten und sind optimal auf verschiedene Produktkonsistenzen und Füllmengen abgestimmt.

Energieeffizienz bleibt die wichtigste Stellschraube
Steigende Energiepreise haben den Blick auf Kühltechnik nachhaltig verändert. Schließlich laufen Kühl- und Tiefkühlschränke 24 Stunden am Tag – jeder eingesparten Kilowattstunde kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu. Entsprechend investieren die Hersteller vor allem in bessere Isolierungen, effizientere Kompressoren und präzisere Regeltechnik. Ziel ist es, Kälte möglichst lange im Gerät zu halten und gleichzeitig den Energiebedarf des Kühlsystems zu reduzieren.
Doch Energieeffizienz hängt längst nicht mehr nur von der Technik im Inneren ab. Ergonomische Details leisten einen Beitrag. Selbstschließende Türen verhindern unnötige Kälteverluste, hochwertige Dichtungen reduzieren den Luftaustausch und Alarmfunktionen machen sofort auf versehentlich offen gebliebene Türen aufmerksam.
MODERNE KÜHLTECHNIK SPART NICHT
NUR ENERGIE, SIE SPART VOR ALLEM
ARBEITSZEIT.
Ein Beispiel für diesen ganzheitlichen Ansatz liefert Hoshizaki mit seiner neuen Premier-Serie. Die Geräte sind für Umgebungstemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius ausgelegt und verfügen über eine optimierte Isolierung sowie ein Luftführungssystem, das die Temperatur im gesamten Innenraum konstant hält.
Gleichzeitig erleichtert ein Pedaltüröffner das Arbeiten, wenn beide Hände belegt sind – ein kleines Detail mit großer Wirkung im Küchenalltag.
