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Hotelarbeit im Ausland: Jobs, Länder & Vorbereitung für das Ausland

Ein längerer Aufenthalt zum Arbeiten im Ausland sieht nicht nur gut im Lebenslauf aus – er kann auch entscheidend zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen. Damit dieser Auslandsaufenthalt und das Arbeiten in der ausländischen Hotellerie ein Erfolg wird, sollten im Vorfeld einige Dinge beachtet werden.

Donnerstag, 08.12.2022, 07:00 Uhr, Autor: Sarah Kleinen
Hotel im Ausland

Das Arbeiten in der ausländischen Hotellerie bringt viele Vorteile mit sich. (Foto: © Photobank/stock.adobe.com)

Man lernt neue Leute und eine andere Kultur kennen, knüpft Kontakte, sammelt Berufserfahrung und beweist Flexibilität – all dies bietet ein Auslandsaufenthalt. Außerdem verbessern sich meist auch die Fremdsprachenkenntnisse enorm. Je nachdem, ob die Mitarbeit in einem ausländischen Hotel während eines sogenannten Gap Years direkt nach der Schule oder aber als regulärer Auslandsjob geplant ist, gestaltet sich auch das zu erwartende Gehalt für die Hotelarbeit.

Die Webseite Auslandsjob.de bietet neben allgemeinen Informationen zum Arbeiten im Ausland eine Auswahl an Programmanbietern. Dort findet man auch ausgefallenere Destinationen wie beispielsweise Myanmar oder Indien. Konkrete Hoteljobs bzw. Hotelarbeit im Ausland können auf der Plattform direkt über die Jobsuche auf der Unterseite „Jobs“ gesucht und gefunden werden.

Weitere hilfreiche Internetseiten sind: Auslandsaufenthalt.org für Hotelarbeiten im Ausland und Auslandszeit.de.

Für wen kommt Hotelarbeit im Ausland infrage?

Arbeiten im Ausland bietet sich beispielsweise zwischen Abitur und Beginn eines Studiums oder zwischen Schulabschluss und Beginn einer Berufsausbildung an. Aber auch nach dem erfolgreichen Ende der Ausbildung kann ein Auslandsaufenthalt sinnvoll sein. Eventuell kann dieser Arbeitseinsatz im Ausland auch als Praktikum gewertet werden. Es gibt also viele gute Gründe, sich über die Möglichkeiten des Arbeitens im Ausland zu informieren.

Wer in der Hotelbranche arbeiten will – in Deutschland oder im Ausland – sollte eine gewisse Flexibilität und Anpassungsfähigkeit besitzen. Im Bereich Hotel & Gastro sind Schichtbetrieb sowie Arbeiten an Wochenenden und Feiertagen normal. Gerade in der Urlaubssaison kommen sicher auch einmal längere Arbeitszeiten oder spontane Änderungen der Arbeitszeit vor. Damit muss man leben können, sonst ist man nicht für die Hotelbranche geeignet.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, um im Ausland in der Hotellerie zu arbeiten?

  • Gerade wegen der eventuell unregelmäßigen und langen Arbeitszeiten liegt das Mindestalter bei 18 Jahren. Für die meisten Hoteljobs im Ausland gibt es außerdem ein Höchstalter von ca. 35 Jahren.
  • Gute Sprachkenntnisse zumindest in Englisch werden überall vorausgesetzt. Bei nicht englischsprachigen Ländern sind außerdem zumindest Grundkenntnisse der Landessprache sehr willkommen. Weitere Fremdsprachen werden sicher als Plus betrachtet, sind aber keine Bedingung.
  • Flexibilität und Organisationstalent sollten auch vorhanden sein.
  • Je nachdem, welche Hotelarbeit angestrebt wird, sind Fachkenntnisse in diesem Bereich und Berufserfahrung notwendig. Das gilt aber nicht für alle Jobs in der Hotelbranche.

Welche Hoteljobs gibt es?

In Hotels und Ferien-Ressorts gibt es viele Arbeitsbereiche. Für manche sind Fachkenntnisse oder Kenntnisse der Landessprache erforderlich, für viele aber nicht. Die Einsatzmöglichkeiten richten sich also hauptsächlich nach den eigenen Kenntnissen und Fähigkeiten. Generell werden Hoteljobs in den folgenden Bereichen angeboten:

  • Housekeeping
  • Zimmerservice
  • Kellnern
  • Küche
  • Bar
  • Kinderbetreuung
  • Animation
  • Rezeption
  • Büroarbeit

Wie wird die Arbeit im Hotel im Ausland bezahlt?

Die Bezahlung hängt von der Vereinbarung mit dem jeweiligen Arbeitgeber, von der Arbeitszeit und eventuell von dem Programm ab, über das man die Arbeit im Ausland gefunden hat. Auf jeden Fall sollten Unterkunft und Verpflegung frei sein, meist wird auch noch ein kleines Taschengeld gezahlt.

Die Arbeitszeit kann je nach Vereinbarung zwischen 20 und 45 Wochenstunden liegen, wobei es in der Regel ein bis zwei freie Tage pro Woche gibt. Bei Vollzeit-Arbeit mit entsprechenden Vorkenntnissen ist aber auch eine reguläre Bezahlung möglich. Diese richtet sich dann natürlich nach den Gepflogenheiten des Gastlandes und kann daher sowohl wesentlich geringer als auch deutlich höher ausfallen als in Deutschland.

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