Wieso hat sich der Winzer für die Abbildung der Ochsen entschieden?

Mugittu sieht sich im Recht, die Ochsen auch weiterhin auf sein Etikett drucken zu dürfen. Schließlich seien die Ochsen nicht nur Bestandteil seiner Alltagsroutine – die Tiere kommen in seinem Betrieb beim Umpflügen zum Einsatz – sie stünden auch sinnbildlich für die lange Tradition der sardischen Weinkultur. 

Kulturelles Erbe schützen und erhalten

So wurde schon vor rund 3.000 Jahren Wein auf Sardinien hergestellt – so früh wie kaum irgendwo sonst im Mittelmeerraum. Dabei handelt es sich um eine Form von Cannonau, der heute noch typisch für die Insel ist.

Dies erklärt vermutlich auch den Kampfgeist des Italieners, der die Logo-Änderung seines Etiketts ablehnt.  

Unterstützung bekommt der Winzer von vielen Seiten

In der Auseinandersetzung mit Red Bull hat der sardische Winzer dabei breite Unterstützung erfahren, unter anderem vom Bauernverband Coldiretti.

Gleichzeitig hat der Konflikt auch international für Aufsehen gesorgt. Auch das Zillertaler Traditionsunternehmen Christophorus Reisen hat sich bereits positioniert und stellt sich schützend hinter den standhaften Winzer.

Andreas Kröll, Geschäftsführer von Christophorus Reisen kommentiert: "Tradition ist ein wertvolles Gut, das sich aber immer wieder gegen unterschiedliche Interessen behaupten muss. Deshalb ist es auch durchaus möglich, dass wir den Wein von Mattia Muggittu in unser Sortiment an sardischen Weinen aufnehmen, die wir zum Versand anbieten. Damit möchten wir Muggittu nicht nur auf finanziellem Weg helfen. Vielmehr wollen wir ein Zeichen der Unterstützung setzen für seine Bemühungen, lokales Kulturgut zu bewahren"

(ots/THWA)

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