Die Zukunft des Tourismus

Der Tourismus der Zukunft könne nur mit der einheimischen Bevölkerung gelingen, macht Reinhard Meyer klar. Die Frage der Tourismusakzeptanz spiele eine große Rolle. Tobias Woitendorf erinnert auch an die soziale Funktion des Urlaubs. Der Nordosten sei bislang ein Ziel, das Angebote für jeden biete. Dies müsse so bleiben.

Tobias Woitendorf sieht die Zukunft darin, dass die Branche einerseits hochpreisige Topangebote mit entsprechender Qualität bietet und andererseits Angebote mit bodenständigen, aber guten Standards für Urlauber mit kleinerem Geldbeutel macht.

Dazu biete der Nordosten viele Möglichkeiten. „Wir haben eine Struktur aus der Geschichte heraus, die eben nicht nur das Hochpreisniveau bedient, sondern auch naturnahe Angebote für Durchschnitts- oder Geringverdiener.“ Zwischen diesen beiden Polen werde sich der MV-Urlaub in den kommenden Jahrzehnten gestalten. „Naturnah und leistbar sowie ebenfalls nachhaltig, aber von hoher Qualität und dann mit einem höheren Preis.“

Auf einem guten Weg

Der Urlaub soll den Gästen gefallen und guttun. Aber Tourismus sei in erster Linie ein Wirtschaftsfaktor, der für die Lebensqualität und das Lebensumfeld der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern bedeutend sei, betont Tobias Woitendorf. Der Anteil des Tourismus an der Bruttowertschöpfung in MV liegt laut Ministerium bei 11,8 Prozent, darunter allein das Gastgewerbe mit 3,4 Prozent. 131.300 Beschäftigte zählt die Branche, auf die damit jeder fünfte Arbeitsplatz entfällt.

Insgesamt sieht Meyer den Nordosten auf gutem Weg, bei den Übernachtungszahlen wieder auf das Vor-Corona-Niveau im Jahr 2019 kommen zu können. Bis dahin ist es noch ein gutes Stück. Im Jahr 2021 gingen die touristischen Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern um 4,4 Prozent auf rund 26,55 Millionen gegenüber 2020 zurück. Im Jahr 2019 waren es noch rund 34,1 Millionen.

(Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern/dpa/SAKL)

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