12 MICHElIN-STERNE:
VANCOUVER IST KANADAS FOOD-HOTSPOT.
Traditionen zwischen Hotelbar, Pekingente und Salat
Altes mit Neuem gelungen zu verbinden scheint generell ein Rezept für den Erfolg. Drei ganz unterschiedliche Locations beweisen es: die Lobby Lounge im Fairmont Hotel, das iDen und das Hy’s. In der atmosphärischen Hotelbar (auf vergleichbaren Level gibt es so etwas auch im Wedgewood Hotel, im Rosewood Hotel Georgia und im Fairmont Hotel) locken internationale Bubbles und regionale Weine, aber auch der lokale Empress Gin, der mit Blauer Klitorie zubereitet wird. Die färbt das jeansblaue Getränk in Kombination mit Zitrusfrucht zu Cocktails in schickem Rot.
Das iDen & QuanJuDe Beijing Duck House wiederum hält seit vier Jahren den einzigen Michelin-Stern Kanadas für chinesische Küche. Englisch wird gesprochen, aber Kantonesisch und Mandarin sind die Hauptsprachen; in Vancouver ließ sich im Vorfeld der britischen Übergabe an die Festlandchinesen das Hongkong-Geld nieder. Die Pekingente wird im Prachtwagen durchs Restaurant gekarrt und am Tisch tranchiert, ein Probetasting der Haut ist obligatorisch.
Im Hy’s, dem ultimativen Steakhouse, ist es der Caesar Salad, der seit der Gründung im Jahr 1960 vor den Gästen in einem appetitlichen Salatwagen angerichtet wird. Solch persönlicher Service und nettes Theater zahlt sich auch fürs Personal aus, das bei großen Tischen gerne mal mit 400 Dollar Trinkgeld pro Rechnung nach Hause geht.
Coole Viertel, schöne Viertel
U30 geht nach Main Street, Ecke East Pender. Da ist von Brewpubs und dem herrlichen Meo (Bar + Restaurant) über eine Chinatown mit ranzigem Berliner Flair und Michelinstern (Publish on Main) bis hin zu Cafés wie dem 49th Parallel und der Shameful Tiki Bar die ganze juxige Ausgehbandbreite versammelt. Ein superguter Vietnamese (Good Thief) ist auch noch dabei und zwischendrin gibt es viele Indie-Läden.
HIER LIEGEN REGENWALD, PAZIFIK UND GROSSSTADT GANZ NAH BEIEINANDER.
Gastown ist ein Touristenspot. Das muss man mögen – einfach in einer Viertelstunde durchlaufen und selbst entscheiden. Die Drogenszene (mehr im Kasten „Gut zu wissen“) ist sehr nahe dran, das Elend muss man aushalten können. Und es macht nächtliches Barhopping auch zu keinem uneingeschränkten Vergnügen.
Kitsilano und 4th Avenue geben Strandfeeling und sind prima für einen Brunch. Das Nightingale direkt am Canada Place wurde zum besten Farm-to-table-Restaurant Kanadas gewählt, es gibt Chef’s Tables und es wird geteilt.