Wachtel
Foto: Wachtel

Wachtel

Der Smart Deck kombiniert klassische Steinback-Qualität mit digitalen Steuerungs- und Energiesparfunktionen. Besonders interessant für Filia­listen: zentrale Rezeptverwaltung, intelligente Stand-by-Modi und flexible Etagenkonzepte.


KSF Steakgrills
Foto: KSF Grillgeräte

KSF Grillgeräte

Auf den KSF Steakgrills mit heraus­nehmbaren Hochleistungs-Edelstahlbrennern bzw.  fest verbauten Heizelementen und individuell regelbaren Grillzonen gelingt das perfekte Steak in wenigen Minuten – ob rare, medium oder well-done, immer mit einer unvergleichlichen Kruste und einem saftigen Inneren.

„Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein“

Vom robusten Gargerät zum vernetzten Küchensystem: Zum 50-jährigen Bestehen von Convotherm verrät Geschäftsführer Claus Pedersen, welche Entwicklungen die Profiküche geprägt haben und welche Trends sie künftig bestimmen werden.

Herr Pedersen, Convotherm feiert in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. Wenn Sie auf die Entwicklung professioneller Küchentechnik blicken: Was hat sich in dieser Zeit am stärksten verändert?

Die professionelle Küchentechnik hat sich in den vergangenen 50 Jahren von rein funktionalen Geräten hin zu intelligenten, vernetzten Systemen ent­wickelt. Früher standen vor allem Robustheit und reine Leistung im Vordergrund. Heute geht es zusätzlich um Präzision, Effizienz, Nachhaltigkeit und Benutzerfreundlichkeit. Besonders die Digitalisierung hat die Branche stark verändert: Moderne Kombidämpfer unterstützen Küchen dabei, Prozesse zu optimieren, Ressourcen effizient einzusetzen und gleichzeitig konstant hohe Qualität zu erzielen. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Küchen etwa durch Fachkräftemangel, steigende Energiekosten und den Wunsch nach mehr Flexibilität deutlich komplexer geworden. Küchentechnik muss heute weit mehr leisten als nur garen. Sie ist ein aktiver Bestandteil moderner Küchenprozesse.

Gute Küchentechnik schafft die Grundlage dafür, dass sich Köche auf ihre eigene kulinarische Identität konzentrieren können

Claus Pedersen, Geschäftsführer Convo­therm

Moderne Gargeräte können heute mitdenken, Prozesse automatisieren und sich digital vernetzen. Wie verändert das die Rolle des Kochs in der Profiküche?

Sie verändert sich vom reinen Ausführer hin zu einem kreativen Prozessmanager. Moderne Technologien übernehmen viele wiederkehrende oder zeitkritische Aufgaben und schaffen dadurch Freiräume für das Wesentliche. Für mich sind das Gästeorientierung, Kreativität und Geschmack. Digitale Unterstützung bedeutet dabei keineswegs, dass handwerkliches Können an Bedeutung verliert. Ganz im Gegenteil: Gute Köche bleiben entscheidend. Die Technik hilft jedoch dabei, Qualität reproduzierbar zu machen, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und Teams zu entlasten. Gerade in Zeiten knapper personeller Ressourcen ist das ein wichtiger Faktor. Technologie unterstützt den Menschen in der Küche und macht professionelle Ergebnisse für unterschiedlich erfahrene Mitarbeiter zuverlässig erreichbar.

Interview mit Claus Pedersen, Geschäftsführer Convo­therm
Der Trend bei moderner Küchentechnik entwickelt sich zunehmend zur intelligenten Produktionsplattform, die Kapazität, Konstanz und Steuerbarkeit miteinander verbindet. Foto: Convo­therm

Viele Küchen wollen heute gleichzeitig flexibel, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich arbeiten. Welche technologischen Entwicklungen werden die Branche in den nächsten Jahren besonders prägen?

Ich sehe vor allem drei zentrale Entwicklungen: intelligente Automatisierung, datenbasierte Küchensteuerung und nachhaltige Technologien. Küchen benötigen heute Lösungen, die flexibel auf wechselnde Anforderungen reagieren können. 

Das gilt vom À-la-carte-Geschäft bis zur Gemeinschaftsgastronomie. Intelligente Systeme werden künftig noch stärker dabei helfen, Prozesse effizient zu steuern und Energie sowie Ressourcen gezielt einzusetzen. Gleichzeitig gewinnt die Vernetzung weiter an Bedeutung: Geräte liefern Daten, die Küchen helfen, Abläufe zu optimieren, Wartungen besser zu planen und Betriebskosten transparenter zu machen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Nachhaltigkeit. Energieeffizienz, reduzierte Lebensmittelverluste und langlebige Technik werden zunehmend zu zen­tralen Investitionskriterien.

Trotz aller Digitalisierung bleibt Kochen ein emotionales Handwerk. Wie schafft man es, dass Technik unterstützt, ohne die Individualität einer Küche zu verdrängen?

Technologie sollte immer im Hintergrund arbeiten und den Menschen unterstützen – niemals die Kreativität ersetzen. Jede Küche hat ihre eigene Handschrift, ihre eigenen Abläufe und ihre eigene kulinarische Identität. Gute Küchentechnik schafft die Grundlage dafür, dass sich Köche genau darauf konzentrieren können. Entscheidend ist deshalb, dass Technik intuitiv bedienbar bleibt und sich flexibel an unterschiedliche Konzepte anpassen lässt. 

Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein. Sie muss den Alltag vereinfachen, Qualität absichern und Freiräume schaffen. Am Ende steht immer das kulinarische Erlebnis des Gastes im Mittelpunkt. Und dieses entsteht durch Menschen, Leidenschaft und Ideen.

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