Ladeinfrastruktur ist das neue WLAN
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Ladeinfrastruktur ist das neue WLAN

Warum Hotels ohne E-Ladestationen bald Gäste verlieren

von Sebastian Bütow
Freitag, 25.07.2025
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Reetdach-Romantik an der Ostsee: das „Haffhus – Hotel & Spa“ in Ueckermünde liegt direkt am Ufer des Stettiner Haffs, es besticht auf den ersten Blick mit charmanten Gebäuden im norddeutschen Stil und einem Blick auf die Insel Usedom. Doch hinter der idyllischen Fassade pocht das Herz der Innovation: Das Hotel ist komplett energieautark – und ein Traum für Gäste, die mit dem E-Auto anreisen.

Sichtbarkeit erhöhen
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Sichtbarkeit erhöhen

Viele Hotelgäste filtern auf den Bu­­­chungsplatt­formen gezielt nach Lademöglichkeiten. Wer bei Online-Buchungsportalen als „E-Auto-freundlich“ gelistet ist, verbessert seine Sichtbarkeit massiv. Ladeinfrastruktur wird zunehmend zur Buchungsentscheidung.

Betrieben wird dieses Lehrstück für Green-Hotellerie mit einer Photovoltaikanlage, Holzvergaser-BHKW, Wärmepumpen und einem üppigen Batteriespeicher. Für noch mehr Nachhaltigkeits-Vibes sorgt ein hochmodernes E-Charging-Konzept: Gleich acht öffentliche Ladeplätze für E-Autos, Plug-in-Hybride und E-Bikes stehen hier zur Verfügung, versorgt mit 100 Prozent eigenproduziertem grünem Strom aus Solar und Biomasse.

Hotel & Spa in Ueckermünde
Im Haffhus – Hotel & Spa in Ueckermünde erleben die Gäste das Thema ‚Nachhaltige Mobilität‘ nicht als Herausforderung sondern als einen komfortablen Teil ihres Aufenthalts. Foto: Haffhus

E-Mobility wird hier großgeschrieben

Nutzerfreundlichkeit bedeutet hier für E-Mobilisten mehr als nur eine Lademöglichkeit am Parkplatz. Dass nachhaltige Mobilität intelligent integriert wird, zeigt sich an vielen Details. So können die Gäste ihr E-Auto direkt auf dem Hotelgelände laden, ohne auf externe Anbieter oder längere Wege angewiesen zu sein. Die Ladepunkte sind ohne vorherige Regis­trierung oder App-Zwang nutzbar. 

Wer möchte, zahlt bequem per Mobile App, einfach das Smartphone ranhalten und kontaktlos bezahlen. Es wird direkt abgerechnet, ohne Zwischenhändler. Die Ladeleistung reicht von einer 22-kW-AC-Ladung über Nacht bis zur 50-kW-Schnellladung.

Das Personal ist geschult, weiß über alle Themen rund um E-Mobility Bescheid. Und mehr noch, das Haffhus veranstaltete sogar einige erfolgreiche „Energie-Workshops“ als grüne Inspiration für andere Hoteliers sowie „Energie-Rundgänge“ für die Gäste. Man habe als Hotelbetreiber auch eine gewisse Verantwortung und könne andere inspirieren mit seinem eigenen Betrieb als Best Practice.

Die Bezahlung der E-Ladung erfolgt auf Wunsch bequem per App.
Die Bezahlung der E-Ladung erfolgt auf Wunsch bequem per App. Es wird direkt abgerechnet, ohne Zwischenhändler. Foto: Scharfsinn86/stock.adobe.com

Laden muss einfach sein

„Unser Ziel war, dass unsere Gäste das Thema ‚Nachhaltige Mobilität‘ nicht als Herausforderung erleben müssen, sondern als komfortablen Teil ihres Aufenthalts. Die Ladeinfrastruktur muss so einfach sein wie das Einschalten einer Nachttischlampe“, sagt Dirk Klein, der für das Hotel bis vor Kurzem als Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsverantwortlicher wirkte und es nach wie vor beratend unterstützt. 

Fördermittel
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Zuschüsse clever nutzen

Ladestationen für Hotels werden gefördert. Verschiedene Programme von Bund, Ländern oder Energie­versorgern bezuschussen die Planung, den Aufbau und den Betrieb von Ladeinfrastruktur – oft inklusive Beratung. Wer sich informiert, kann mehrere Tausend Euro pro Ladepunkt sparen.

Das Frustpotenzial mancher Hotelgäste, die mit E-Autos anreisen, gilt hierzulande  immer noch als relativ groß. Während eine Top-Ladeinfrastruktur in anderen europäischen Ländern wie Norwegen oder den Niederlanden geradezu selbstverständlich ist, sorgen sich bei uns noch viel zu viele Autofahrer mit fast leerer Batterie, wie sie ebendiese wieder geladen bekommen.

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