Üppiges Dessert

Mancher dürfte jetzt schon satt sein. Dabei kommen die Hauptgerichte erst noch: Hinter „Hammour“ verbergen sich einheimische Fische aus dem Golf (das können elf verschiedene Arten sein), die hier mit knusprigem Blumenkohl und einer Mango-Curry-Soße auf den Tisch kommen. Es folgt zarte Rinderbrust mit Kartoffelvierteln und Salat.

Ein Dessert geht immer – nur dass es beim Jiwan-Menü doppelt so üppig wie gewohnt ausfällt. Nach einer Puddingcreme aus Himbeeren und Rosenwasser kommt eine zweite Runde mit einer Art Zitronensorbet. Die Überraschung: Es ist nicht aus Zitrone gemacht, sondern aus Loomi.

„Das sind getrocknete Limetten, eine typische Zutat der katarischen Küche“,  erklärt Naima Ettahi, Reiseführerin aus Doha. „Sie sind so groß wie Walnüsse und haben äußerlich auch fast die Farbe. Doch im Inneren sind sie schwarz“. Trocknen muss man Loomis nicht selbst. Sie gibt es bereits so fertig auf den Gewürzmärkten zu kaufen.

Bayt Sharq: Vorspeisen-Hits im Garten Eden

Nur ein paar Blocks vom „Jiwan“ entfernt lädt am Ende der Strandpromenade (Corniche) das „Bayt Sharq“ zu authentischer Katar-Küche.

Statt mit Meerblick punktet die Location hinter hohen Mauern mit einem grünen Innenhof, der etwas von einem Garten Eden hat. Das Restaurant bietet unter anderem einen Tabouleh-Salat, der laut Claudia Wittke-Gaida einem Berg aus frisch gehackter Petersilie gleicht. Man kennt ihn vor allem aus der libanesischen und syrischen Küche, doch im Bayt Sharq schmeckt er nach Angaben der dpa-Mitarbeiterin noch frischer und intensiver als sonst.

Einer der Kellner zählt auf, was alles drin ist: Tomaten, Granatapfel, Zitronensaft, Olivenöl, Granatapfelsaft. Das Geheimnis: „Der Tabouleh ist mit Linsen gemacht, üblich sind sonst als Grundlage Bulgur oder Couscous“, fällt Reiseführerin Naima Ettahi auf.

Weitere Vorspeisen sind Hummus- und Rote Bete-Creme (Geheimnis: mit pürierten Mandeln), Samboosa-Teigtaschen gefüllt mit Zwiebeln, Kartoffeln oder Fetakäse. Die Madrooba wird als traditioneller Reisbrei mit Hühnchen zubereitet. Als Nachtisch gibt es z. B. Luqaimat – das sind kleine, süße donutähnliche Bällchen.

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