Wissenschaft trifft auf Genuss

Um diese Schieflage nachhaltig zu verändern, hat Organic Garden in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine Lösung für die Gemeinschaftsverpflegung entwickelt: ein ganzheitliches Konzept mit dem Ziel, die Gemeinschaftsverpflegung umfassend und zukunftsfähig zu transformieren.

Der Ansatz, in dessen Kern die Förderung und der Schutz der Menschen- und Naturgesundheit steht, basiert auf vier Säulen:

  1. Die Planung beinhaltet die Zusammenstellung eines ressourcenschonenden Warenkorbs als Basis für eine intelligente Speisenplanung, gemäß den von CCO Holger Stromberg entwickelten Ernährungsleitlinien. Demnach beinhaltet die optimale Zusammensetzung eines gesunden Speiseplans für uns Menschen und unseren Planeten mindestens 85 Prozent rein pflanzliche und höchstens 15 Prozent tierische Lebensmittel – stets unter Berücksichtigung von Regionalität, Saisonalität, Bio-Qualität (immer wenn möglich und sinnvoll), der Vermeidung von Foodwaste sowie der optimalen Balance von Mikro- und Makronährstoffen, sodass sich Gesundheitsvorteile, die sogenannten „Healthy Benefits“ ergeben.
  2. Die Umsetzung richtet sich an die Hauptakteure: an das Küchenteam. Im ersten Schritt erfolgt die Kreation von Rezepturen in gemeinsamen Workshops. Diese werden in die digitale „Professionals-Plattform“ eingepflegt, sodass daraus Speisepläne entstehen können. Im zweiten Schritt wird das Team befähigt, mit digitalen Step-by-Step-Anleitungen Speisen (systemisch) zuzubereiten.
  3. Die Interaktion mit dem Gast findet online wie offline statt. Ob im Betriebsrestaurant, am Tisch oder an der Essensausgabe – den Mitarbeitern begegnen stetig, aber unaufdringlich zum Beispiel QR-Code Feedback-Tools sowie Roll-ups, Poster, Tischaufsteller und digitale Screens mit Food-Know-how: von der Vorstellung der „Organic Garden“-Ernährungsleitlinien über die Herkunft der Lebensmittel und die Healthy Benefits, die im Mittagsmenü stecken bis hin zur Information, wie viele CO2-Äquivalente eingespart werden konnten.
  4. Beim abschließenden Reporting an den Kunden geht es um die Messung, Analyse und Auswertung der gesammelten Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Wareneinkauf, der Speisenzubereitung über das Gästefeedback bis hin zum Kosten-Nutzen-Verhältnis. Damit wird den Kunden vollständige Transparenz ermöglicht, woraufhin datenorientierte Geschäftsentscheidungen getroffen werden können.

Eine schnell beschlossene Sache

Das erste Unternehmen, das das Mehrwert-Potenzial des Organic Garden Großverpflegungs- Konzepts erkannt hat, ist die Wisag Catering. Ulrich Höngen, Geschäftsführer der Wisag Catering, hatte nach einer nachhaltigen Lösung für die Gemeinschaftsverpflegung gesucht und Kontakt mit Organic Garden aufgenommen. Aus einem hybriden Kochevent wurde sehr schnell sehr viel mehr.

Ulrich Höngen brachte Holger Stromberg und Florian Feneberg, Head of Nutrition Management, mit 50Hertz, einem langjährigen Bestandskunden aus den eigenen Reihen, zusammen. Nach dem Motto „great minds think alike“, war man sich rasch einig und das „Organic Garden“-Großverpflegungskonzept – umgesetzt durch die Wisag Catering – beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz aus Berlin als First Mover beschlossene Sache.

Organic Garden erfolgreich im Einsatz bei 50Hertz Transmission

Zu Beginn der Zusammenarbeit wurden die „Organic Garden“-Leitlinien etabliert, woraus dann in gemeinsamen Workshops mit dem Wisag-Projektteam und Dieter Kobusch, Gastronomieleiter im Hause 50Hertz, die Menülinie „Bowls & Grill“ entwickelt wurde. Nach Beendigung einer dreimonatigen Pilotphase läuft nun die Organic Garden Business Nutrition offiziell auf Hochtouren.

Mit großem Erfolg: Pro Quartal werden mehr als 5.000 Essen verkauft. Darunter sind je 50 Prozent mit pflanzlichem und tierischem Topping. Das entspricht einem Anteil der „Organic Garden“-Gerichte von über 30 Prozent aller verkauften Essen in der 50Hertz-Firmenzentrale, dem sogenannten Netzquartier.

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